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Toni Kroos schoss das erste Tor für die deutsche Fußballnationalelf. Am Ende gab es ein glückliches 3:3 gegen die Ukraine. © dpa
11.11.2011

Fußball-Testspiel Ukraine gegen Deutschland endet 3:3

Also, was wurde da nun gespielt? Irgendwas mit Dreier-Abwehrkette. Ein neues System auf jeden Fall, denn es war so neu, dass die deutsche Fußballnationalelf überhaupt nicht eingespielt war. Dafür spielte die Defensive katastrophal, und die Offensive gefiel nur bis ein paar Meter in den Strafraum hinein. Am Ende waren die extrem konteranfälligen Löw-Buben mit dem 3:3 gegen die Ukraine noch gut bedient.

Bildergalerie: Fußball-Testspiel Ukraine - Deutschland: Viele Tore, viele Probleme beim 3:3

Ron-Robert Zieler konnte einem leid tun. Bei seinem Debüt hatte der junge Torhüter in der ersten Halbzeit keine Chancen, sich auszuzeichnen. Dafür musste er gleich drei Mal nach blitzschnellen Kontern der Ukrainer den Ball aus dem Netz fischen. Andriy Yarmolenko, 1:0 in der 28. Minute, Evgen Konoplyanka, 2:0 in der 35. Minute, und Sergiy Nazarenko, 3:1 in der 45. Minute zeigten der deutschen Defensive im neuen Löw-System die Grenzen auf. Und in der zweiten Halbzeit gab es noch genügend gute Chancen für die Ukraine, das Spiel zu entscheiden. Aber dann war die Zeit von Zieler gekommen. Seine Paraden sicherten das Unentschieden.

Mit einem Superschuss aus 19 Metern in den Winkel hatte Toni Kroos in der 38. Minute das 1:2 besorgt. Doch erst in der 65. Minute fand er in Simon Rolfes einen Nachahmer, der aus kurzer Distanz zum 2:3 einschob. Erst Thomas Müller mit einem cleveren, satten Schuss ins lange Eck erlöste in der 78. Minute die deutschen Fans. Sein 3:3 bedeutete zwar Ergebniskosmetik, aber das Remis war letztlich nicht überzeugend herausgespielt.

Ob dieses neue Dreier-Dingsbums-System von Trainer Löw noch einmal ausprobiert wird, ist in der EM-Vorbereitung durchaus möglich. Aber dann müssten es die elf Spieler auf dem Platz auch verstehen. Da muss Löw noch reichlich Übersetzungsarbeit leisten. tok