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Der Stuttgarter Arthur Boka (r) im Zweikampf mit Steven Cherundolo von Hannover.
VfB Stuttgart gewinnt gegen Hannover © dpa
07.05.2011

VfB Stuttgart schafft Klassenerhalt - 96 verpasst Champions League

STUTTGART. Der VfB Stuttgart hat den Klassenverbleib geschafft, Hannover 96 die Champions League verpasst: Nach dem Stuttgarter 2:1 (0:0)-Sieg am Samstag können beide Vereine verbindlich für die kommende Saison planen. Die Treffer von Tamas Hajnal in der 58. und Shinji Okazaki in der 61. Minute beendeten aus VfB-Sicht das monatelange Zittern um die Bundesliga-Zugehörigkeit und belohnten einen starken Schlussspurt mit sieben Siegen in den vergangenen zehn Partien. «Niemals 2. Liga», sangen die glücklichen Fans.

Hannover kam durch Lars Stindl (66.) nur noch zum Anschlusstor und kann den FC Bayern München nicht mehr vom dritten Platz der Fußball-Bundesliga verdrängen. Als «Trostpreis» bleibt 96 das Erreichen der Europa League, was immer noch der größte Erfolg des Vereins seit dem DFB-Pokalsieg 1992 ist.

Beide Mannschaften begannen vor 39 000 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes Benz Arena äußerst abwartend und verhalten. Vor allem der VfB hatte sichtlich Respekt vor der Konterstärke der Gäste. Selbst wenn er wie bei der ersten Torchance durch Cacau in der 4. Minute im Angriff war, blieb immer mindestens ein Mann aus demMittelfeld zur Absicherung weit hinten.

Die 96er konnten ihr gewohntes überfallartiges Spiel nicht aufziehen. Das Geschehen selbst zu gestalten, liegt ihnen nicht. So verflachte die Partie in der ersten Halbzeit immer mehr. Hannover kam durch einen strammen Schuss von Sergio Pinto (15.) und einen schönen Angriff über Jan Schlaudraff (38.) in die Nähe des gegnerischen Tores, der VfB hatte in dieser Hinsicht nur noch eine Zufallschance von Martin Harnik zu bieten (45.).

Weiteres Pech für den Tabellen-Vierten: Stürmer Mohammed Abdellaoue verletzte sich ohne gegnerische Einwirkung und musste in der 29. Minute gegen Schlaudraff ausgetauscht werden. Der hatte seinen Platz im Team vor der Partie verloren, weil Lars Stindl nach abgesessener Gelbsperre wieder einsatzbereit war.

Nach der Pause nahm das Spiel Fahrt auf. Hannover besaß durch Konstantin Rausch die erste Chance (47.), doch es war nun in erster Linie der VfB, der mit deutlich mehr Tempo und auch Risiko spielte.

Zunächst traf Hajnal nach Vorarbeit von Harnik mit einem Distanzschuss (58.). Okazaki erhöhte nur wenig später mit seinem ersten Bundesliga-Tor. Die beiden Offensivspieler waren erst in der Winterpause nach Stuttgart gekommen und haben nicht nur wegen dieser Tore einen großen Anteil an der Rettung ihres Clubs.

Wiederum nur fünf Minuten später kam Hannover durch Stindl noch einmal heran (66.). Zu mehr als diesem Anschlusstor reichte es aber nicht, weil der VfB nicht nachließ und die Gäste immer wieder in der Defensive beschäftigte. Gefährlichste Aktion war ein missglückter Kopfball von Matthieu Delpierre auf das eigene Tor (90.). dpa