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© pixabay
17.01.2018

Weiterbildung als Karrierechance

Eine Weiterbildung hilft nicht nur in der Theorie: Tatsächlich wird die Karriere dadurch aktiv gefördert. Das zeigt eine Erhebung des DIHKs (Industrie- und Handelskammertag). Dort wurden 11000 Arbeitnehmer befragt.

Fast 66% berichteten von positiven Auswirkungen auf die Karriere. 75% davon schreiben der Weiterbildung mehr Verantwortung und einen Aufstieg zu. Knapp 70% bekamen mehr Geld (Quelle).

Dahinter steckt natürlicherweise der Bedarf nach mehr Wissen. Deutschland ist eine Wissensgesellschaft und Wissen steht in direktem Zusammenhang mit der Position im Job und damit auch mit dem Gehalt. So verdienen Beschäftigte ohne Berufsabschluss konsequenterweise weniger als jene mit einem Abschluss. Akademiker wiederum verdienen noch mehr, je höher der akademische Grad ist (Bachelor, Master, Doktor, Professor, …).

Mit einer Weiterbildung zum Abschluss

Eine Weiterbildung führt zwar nur selten zu einem Sprung zwischen diesen 3 Gruppen. Jedoch kann eine Weiterbildung dazu führen, zu einem solchen Sprung berechtigt zu sein. Konkret heißt das: Die Weiterbildung zum Techniker ist kein akademischer Abschluss, jedoch berechtigt sie einen zur Aufnahme eines Studiums an einer Fachhochschule.

Dagegen verleiht einem eine Weiterbildung fast immer einen neuen Abschluss oder ein Zeugnis als Bestätigung über die neu erworbene Fähigkeit bzw. das neu erworbene Wissen. Nur darüber ist es möglich, dass sich im Job Aufstiegschancen eröffnen.

Wann lohnt sich das Weiterbilden

Der Begriff der Weiterbildung ist ziemlich breit gefächert. So kann der Schweißkurs an der VHS (Volkshochschule) ebenso als Weiterbildungsmaßnahme gezählt werden wie das Master-Studium an einer Uni. Interne Schulungen in Betrieben zählen ebenso zu „Weiterbildung“ wie ein Bewerbungstraining für Arbeitslose. Entsprechend muss man diversifizieren, wenn es darum geht, eine Aussage darüber zu treffen, ob sich eine Weiterbildung lohnt.

Finanziell lohnt sich der VHS-Kurs weniger als ein Master-Studium oder die Weiterbildung zum Meister bzw. Techniker. Letzteres sind öffentliche Weiterbildungen, die VHS-Kurse wiederum sind private Weiterbildungen. Betriebliche Weiterbildungen wiederum sind die erwähnten internen Schulungen. Sie kommen oft nach einem Aufstieg.

Vor einem Aufstieg stehen damit hauptsächlich öffentliche Weiterbildungen. Diese werden inter-betrieblich anerkannt und sichern einem auf lange Sicht Chancen auf einen Aufstieg mit mehr Verantwortung und einer höheren Entlohnung. In diesem Sinne lohnt sich eine Weiterbildung dann, wenn sie öffentlich ist.

Günstige oder teure Angebote – qualitative Unterschiede?

Eine teure Weiterbildungsmaßnahme ist nicht immer gleich eine besonders gute. Seit dem Jahr 2002 schickt die Stiftung Warentest Testpersonen in Weiterbildungskurse und bewertet diese somit. Das Ergebnis ist beruhigend: Ganz gleich, ob es sich um eine öffentliche Institution und Kammer (IHK), einen gemeinnützigen Verein oder einen kommerziellen Anbieter wie das Weiterbilden bei WBS TRAINING handelte: Sämtliche Weiterbildungsmaßnahmen waren hinsichtlich der Qualität grundsolide – unabhängig vom Preis. Besonders günstig sind damit die Volkshochschulen. Es folgen die Kammern und gemeinnützige Anbieter. Teurer sind hingegen kommerzielle Anbieter. Letztere schnitten ebenso wie die gemeinnützigen Anbieter dafür besser ab, was die Kursinhalte betrifft.

Förderungsmöglichkeiten

Der Preis einer Weiterbildungsmaßnahme sollte eigentlich kein Kriterium sein, welches über deren Wahrnehmung entscheidet. Nicht nur bei finanziellen Schwierigkeiten, auch grundsätzlich sollte man sich nach Förderungsmöglichkeiten umschauen. Darunter finden sich neben dem Bildungsgutschein auch regionale Angebote wie Stipendien.