Vor dem Hotel, aus dem ein Tresor mit Chopard-Schmuck gestohlen wurde, warten die Medienvertreter auf Informationen.

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Bei Filmfestspielen in Cannes Tresor mit Chopard-Schmuck geklaut
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Cannes. Juwelendiebe haben bei den Filmfestspielen in Cannes einen spektakulären Coup gelandet: Aus einem Hotelzimmer des südfranzösischen Mittelmeerorts haben sie in der Nacht zu gestern Schmuckstücke der Luxusgütermanufaktur Chopard im Millionenwert gestohlen. Sie waren als Leihgabe für berühmte Festivalstars gedacht.

Die Pressestelle von Chopard in Birkenfeld sagte gestern nichts zum Raub – das sei Sache der für Frankreich zuständigen Kollegen, hieß es. Allerdings geht laut Pressesprecherin Bilnaz Saltekin „alles ganz normal weiter“ in Cannes. Zu der vom Luxus-Schmuckhersteller ausgestatteten Prominenz zählt das ehemalige Supermodel Cindy Crawford. Auch die US-Sängerin Lana Del Rey oder die US-Schauspielerin Julianne Moore tragen auf dem roten Teppich von Cannes die aktuelle Kollektion von Chopard.

Nach den ersten Ermittlungen der Polizei hatten sich der oder die Täter am frühen Freitagmorgen Zugang zu dem von einer Chopard-Mitarbeiterin angemieteten Hotelzimmer verschafft. Offensichtlich ungestört konnten sie dann den Safe ausbauen und fortschaffen.

Besondere Aufmerksamkeit erweckte der Diebstahl, weil Chopard nicht nur Schmuck für die Stars, sondern auch den Filmpreis „Goldene Palme“ stellt. Die mehr als 20 000 Euro teure Trophäe aus 118 Gramm Gold soll sich jedoch nicht im Tresor befunden haben.

Bereits im Herbst 2004 war Chopard Opfer eines Millionenraubs in Frankreich geworden. Damals hatten Diebe zwei Diamanten aus dem Pariser Louvre gestohlen. Im Januar 2012 kam Chopard ebenfalls teurer Schmuck abhanden – selbst verschuldet: Mit-Inhaberin Caroline Gruosi-Scheufele vergaß auf der Toilette eines Hotels in Hongkong ihren 1,2 Millionen Euro schweren Ring.