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160.000 Menschen feiern bei Zwillings-Rockfestivals © dpa
03.06.2012

163.000 Menschen feiern bei Zwillings-Rockfestivals

Nürburg/Nürnberg (dpa) - Rock in rauen Mengen: 163 000 Fans haben am Wochenende bei «Rock am Ring» in der Eifel und «Rock im Park» in Nürnberg mit Musik-Legenden wie Metallica, den Toten Hosen oder Marilyn Manson gefeiert. 85 Bands auf drei Bühnen heizten den 85 000 Besuchern auf der Rennstrecke Nürburgring und den 76 000 auf dem Nürnberger Zeppelinfeld ein. Für das kleinere Festival ist diese Zahl nach Veranstalterangaben ein Rekord. So viele Menschen rockten noch nie im Park.

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Headliner waren neben den Metal-Ikonen von Metallica und Linkin Park die Toten Hosen die in diesem Jahr ihren 30. Bandgeburtstag feiern. Metallica brannten ein musikalisches und pyrotechnisches Feuerwerk ab, die Hosen begeisterten mit Klassikern wie «Hier kommt Alex» und Sänger Campino, der ein Band in der Menge nahm. Linkin Park heizten den Massen mit Hits wie «In the End» ein.

Zudem waren etwa die wiedervereinigte Band Soundgarden, Billy Talent, The Hives, Motörhead um Frontmann Ian «Lemmy» Kilmister, Schockrocker Marilyn Manson, der britische Skandalrocker Peter Doherty sowie aus Deutschland die Guano Apes, Deichkind und Mia am Start. Alle Bands treten bei beiden Festivals auf - nur an unterschiedlichen Tagen.

Am Ring und im Park war es einmal mehr eine gigantische Party - trotz der Menschenmassen blieb es ein friedliches Spektakel. Auch nach Angaben der Polizei kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen, die Einsatzzentralen am Ring und im Park sprachen von Diebstählen aus Zelten und gefälschten Eintrittskarten. «Es war alles im Rahmen», sagte eine Polizeisprecherin.

Auch die Rettungskräfte meldeten keine besonderen Vorkommnisse - mit einer Ausnahme. In letzter Sekunde gelang es Sanitätern am Nürnberger Zeppelinfeld, ein tragisches Unglück zu verhindern. Zwei Besucher hatten einen glühenden Grill ins Zelt gestellt, um zu heizen. Helfer fanden sie leblos. «Eine Stunde später und sie wären gestorben», sagte Einsatzleiter Walter Meyer. Inzwischen seien die beiden aber außer Lebensgefahr.

Die Einsatzkräfte am Ring zählten rund 4500 Einsätze, die im Park rund 2700. Zumeist blieb es bei kleineren Verletzungen, Zeckenbissen, Knochenbrüchen oder Verbrennungen. In der Eifel musste der Rettungshubschrauber zweimal abheben. Ein Fan verletzte sich bei einem Sturz im Gesicht, ein 31-Jähriger wurde mit Herzbeschwerden in eine Koblenzer Klinik geflogen. In Nürnberg verletzte sich eine junge Frau schwer am Halswirbel. Sie hatte auf einer Treppe gesessen, ein schwergewichtiger Mann übersah die junge Frau und stolperte über sie.