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Lange Besucherschlangen vor dem Centre Pompidou in Paris, aufgenommen Ende der 1970er-Jahre. Über Rolltreppen in den Glasröhren an der Vorderfront gelangen die Besucher in die verschiedenen Stockwerke. Foto: Witschel/dpa
Lange Besucherschlangen vor dem Centre Pompidou in Paris, aufgenommen Ende der 1970er-Jahre. Über Rolltreppen in den Glasröhren an der Vorderfront gelangen die Besucher in die verschiedenen Stockwerke. Foto: Witschel/dpa
09.01.2017

40 Jahre nach der Eröffnung gehört Kulturtempel zu den Hauptattraktionen in Paris

Paris. Mit einer Werkschau über Wassily Kandinsky hat das Pariser Centre Pompidou im Kunstmuseum Grenoble nicht nur den 150. Geburtstag des Wegbereiters der Moderne gefeiert. Mit der Ausstellung ist der Pariser Kunst- und Kulturtempel Ende Oktober in seine Jubiläumssaison gestartet. Auf den Spuren moderner Kunst wandelten im Dezember auch PZ-Leser als sie mit Kunsthistorikerin Claudia Baumbusch das Centre Pompidou im Herzen von Paris besuchten (die PZ berichtete).

Eine Initiative des Präsidenten

Eröffnet wurde das Centre Pompidou vor 40 Jahren am 31. Januar 1977, doch gefeiert wird bis März 2018. Auf dem Programm stehen Ausstellungen und Veranstaltungen in 40 französischen Städten. Das Pariser Centre Pompidou geht auf die Initiative des damaligen Präsidenten Georges Pompidou zurück. Mit der Institution inmitten der Metropole wollte er die Stadt wieder in den Rang einer internationalen Kultur- und Kunstmetropole hieven.

Neben einer Bibliothek und einem Institut für elektroakustische Forschung zog in den bunten Röhrenbau vor allem das Museum für moderne Kunst. Mit rund 120 000 Werken ist es zum Aushängeschild des Zentrums geworden und zu einem der größten Museen weltweit.

„Mit diesem Geburtstag, den wir landesweit feiern, wollen wir die Bedeutung des kulturellen Netzwerks in Frankreich unterstreichen“, sagte Serge Lasvignes, der Präsident des Centre Pompidou. Lasvignes, der seit März 2015 an der Spitze der Einrichtung steht, hob bei der Pressekonferenz zur Jubiläumssaison die großzügige Leihpolitik des Museums hervor. Durchschnittlich würden jährlich 5000 Werke das Mutterhaus für temporäre Ausstellungen oder als Dauerleihgaben verlassen, erklärte er. Zu den Institutionen, die das Centre Pompidou regelmäßig mit Werken aus seinen Sammlungen bespielt, gehören vor allem seine Dependancen im In- und Ausland. Mit Metz hat das Centre Pompidou am 11. Mai 2010 seinen ersten Ableger eröffnet. Die Filiale in Málaga folgte im März 2015. Welches Konzept der bis spätestens 2020 öffnenden Niederlassung in Brüssel zugrunde liegt, ist noch unklar.