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Präsentieren ihre Arbeiten auf organisch gestalteten Inseln: Mathilde Hacquard, Nadine Szajdak und Elena Shutova (von links). Die Schülerinnen des Berufskollegs für Design, Schmuck und Gerät eröffnen ihre Ausstellung heute um 19 Uhr. Foto: Ketterl
Präsentieren ihre Arbeiten auf organisch gestalteten Inseln: Mathilde Hacquard, Nadine Szajdak und Elena Shutova (von links). Die Schülerinnen des Berufskollegs für Design, Schmuck und Gerät eröffnen ihre Ausstellung heute um 19 Uhr. Foto: Ketterl
Viele Schüler haben das Thema sehr frei interpretiert. Von den Weiten des Weltalls hat sich Andrea Leuschner inspirieren lassen. Ihre Kette erzählt die Geschichte die Entstehung eines Sterns. Foto: Ketterl
Viele Schüler haben das Thema sehr frei interpretiert. Von den Weiten des Weltalls hat sich Andrea Leuschner inspirieren lassen. Ihre Kette erzählt die Geschichte die Entstehung eines Sterns. Foto: Ketterl
Susie Heuberger hat bei dieser Kette feine Strukturen auf Platten geätzt, die Steine symbolisieren Fundobjekte. Foto: Ketterl
Susie Heuberger hat bei dieser Kette feine Strukturen auf Platten geätzt, die Steine symbolisieren Fundobjekte. Foto: Ketterl
20.07.2018

Abschlussklasse des Berufskollegs präsentiert im EMMA finale Arbeiten

Pforzheim. Weltentdecker und Forschungsreisen standen Pate für all die Ideen, die 18 Schüler mit kreativen Lösungen umgesetzt haben. Mehr als 50 Arbeiten zeigt die Abschlussklasse des dreijährigen Berufskollegs für Design, Schmuck und Gerät von Freitagabend an im EMMA-Kreativzentrum.

Die Schüler der Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule hatten nur zwei Wochen Zeit, das Thema „Expedition“ aus verschiedenen Blickwinkeln zu bearbeiten und mit unterschiedlichen Materialien in Schmuck darzustellen. „Unter diesem zeitlichen Druck müssen sie zeigen, was sie können: Von der Idee über das Entwickeln der Modelle bis zur Umsetzung“, erklärt Fachlehrerin Iris Bodemer. Vor allem beim Gestalten der Ausstellung sei auch Teamarbeit gefragt.

Gut mit dem Zeitlimit zurechtgekommen ist Elena Shutova. Ihre Ketten erinnern an traditionelle Navigationsgeräte, die Forscher früher benutzt haben. „Natürlich hätte ich gerne noch mehr ausprobiert, aber in nur zwei Wochen muss mal seine Perfektion auch mal zurückschrauben“, sagt sie.

Die Schüler präsentieren ihre Abschlussarbeiten auf organisch gestalteten, im Raum hängenden Landschaften. Das Thema hat sie offensichtlich zu ihrer ganz eigenen Expedition und individuell gestalteten Unikaten angeregt: von der kosmischen Vergangenheit bis zum Traum vom Fliegen. Die Höhen der Vulkane führen in die Tiefen der Unterwasserwelt, heraus aus der Komfortzone.

Andrea Leuschner hat mit Email-Technik drei Ketten gefertigt, inspiriert von den Weiten des Weltalls. Sie erzählen von der Entstehung eines Sterns und von Gasnebeln, mal luftig-weiß, mal massiv und bunt. Expedition – das sei für sie etwas, „das noch nicht richtig erkundet ist. Man beginnt erst, zu forschen und zu verstehen“, sagt sie.

Susie Heuberger hat Aufdrucke alter Holzschnitte in Achat-Steine eingearbeitet und ihnen damit einen starken Ausdruck verliehen. Die Motive ihrer Ketten setzen sich mit der Polar-Expedition des Briten John Franklin auseinander – und dem, was dabei schiefgelaufen ist. Heuberger und ihre Mitschülerin Marlene Kümmerle dürfen demnächst zwei Wochen lang im Technischen Museum in Berlin arbeiten. Ermöglicht wird ihnen dies durch ein Stipendium von Birgitta Hafner, Geschäftsführende Gesellschafterin des gleichnamigen Unternehmens, das heute Abend offiziell übergeben wird.

Viele Schüler wollen nun studieren, als Gesellen eine klassische Anschlusslehre starten. Andere wechseln gar den Fachbereich. Die Expeditionen sind also noch lange nicht zu Ende.