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29.07.2015

Anne Römpp erhält den „Gerlinde-Beck-Preis für Skulptur“ – und stellt im Landratsamt aus

Authentisches Werk: Anne Römpp darf sich über den „Gerlinde-Beck-Preis für Skulptur“ freuen. Die aus Bayreuth stammende Künstlerin erhielt die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung im Rahmen der Eröffnung ihrer Ausstellung im Foyer des Landratsamtes Enzkreis aus den Händen der Stiftungsratsmitglieder Kuno Schlichtenmaier (Vorstand Beck-Stiftung) und Karl Röckinger (Landrat des Enzkreises). Und jetzt sind ihre Werke in Pforzheim zu sehen.

Insgesamt 17 Arbeiten der Preisträgerin verwandeln die Eingangshalle des Landratsamts an der Zähringerallee in einen veritablen Ausstellungsraum. In seiner Laudatio würdigte Kunsthistoriker Günter Baumann (Galerie Schlichtenmaier) das facettenreiche Werk der 35-jährigen Künstlerin. „Das Faszinierende im Werk von Anne Römpp“, so führte Baumann aus, „ist der Zusammenfall von Fiktion und Realität, von Originalität und Absolutheit – und letztlich die bis ins Paradoxe getriebene Koinzidenz vom Gegenstand der Kunst und der Alltäglichkeit des Dings“. Dabei, so Baumann weiter, reihe Anne Römpp Fundsachen – das „Strandgut einer Überflussgesellschaft“ – aneinander, und bringe die Formen durch konsequent ungewöhnliche Kombination in neue Beziehungen zueinander.

Die im Landratsamt ausgestellte Serie von Römpps beschäftigt sich unter anderem mit elektrischen Widerständen, die sie zu kompletten Wandarbeiten, Banderolen oder Türmen verdichtet.

Außerdem setzt die in Stuttgart lebende und arbeitende Künstlerin Drähte, Metalle, Magneten, Hölzer, Stein, Styropor, Reflektoren und andere Fundstücke ein. Darunter „altehrwürdige Utensilien“ wie beispielsweise ein Hinweisschild aus dem früheren Verwaltungssitz am Blumenhof, die, wie Karl Röckinger in seinem einleitenden Grußwort ausführte, teils im „Büromuseum“ des Landratsamts schlummerten und von Anne Römpp zu „Kunststücken“ verwandelt oder zusammenfügt wurden.