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Jens Peter als Mackie Messer im April 2007.  Haymann
Jens Peter als Mackie Messer im April 2007. Haymann
16.03.2016

Antike bis zur Gegenwart: Zuschauer des Theaters Pforzheim erwartet viel Neues

Im Sprechtheater erwartet die Zuschauer des Theaters Pforzheim viel Neues. Nur ein Stück gab es in dieser Form schon einmal auf der Pforzheimer Bühne zu sehen. Es ist die „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill, die zuletzt im Jahr 2007 auf dem Spielplan stand. Auch hier zeigt sich der spartenübergreifende Kurs des Leitungsteams. Denn für die musikalischen Einlagen zeichnet GMD Markus Huber als Dirigent verantwortlich.

Die weiteren Premieren im Großen Haus drehen sich stark um das Saisonthema „Gold“. Mit Franz Grillparzers „Das Goldene Vlies“ wagt das Theater einen Ausflug in die faszinierende Sagenwelt der Antike, die den österreichischen Nationaldichter Grillparzer zu einem spannenden Drama inspiriert hat. Ganz zeitgenössisch ist dagegen das Schauspiel „Der goldene Drache“ des gefeierten Autos Roland Schimmelpfennig. In dem mit dem Mühlheimer Dramatikerpreis ausgezeichneten Werk geht es um die ethnisch bunt gemischte Belegschaft eines China- und Thai-Restaurants – und ihre Konflikte und Sehnsüchte in der für sie fremden Umgebung.

Vielfalt im Podium

Mit „Der stumme Diener“ von Nobelpreisträger Harold Pinter eröffnet im September 2016 ein zentrales Werk des Absurden Theaters die Stücke im Podium. Für die Inszenierung des düsteren „Der Junge in der Tür“ haben die Verantwortlichen einen am Theater Pforzheim altbekannten Regisseur gewinnen können: Der ehemalige Spielleiter des Theaters – Rolf Heiermann – wird das hintergründige Stück inszenieren. Ganz nach Pforzheim passt das zeitgenössische Werk „Supernova (Wie Gold ensteht)“, das einen fiktiven Goldrausch im Schwarzwald thematisiert. „Dieser Lokalbezug, auch in Verbindung mit dem Gold, hat uns einfach fasziniert“, sagt Chefdramaturg Peter Oppermann. Einen ganz besonderen Bezug zum Theater Pforzheim hat auch das Stück „Mongos“, das als mobile Produktion angeboten wird. Das Ensemblemitglied Sergej Gößner hat das Theaterstück geschrieben – und erwartet nun die Uraufführung an seinem eigenen Theater.