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10.07.2017

AppArtAward in Karlsruhe verliehen – Kreative Softwarelösungen und künstlerische Innovation im Klick-Format

Karlsruhe. Rund 70 Apps aus insgesamt 18 Ländern – der AppArtAward beweist nun auch im siebten Jahr seine internationale Präsenz und Akzeptanz als Wettbewerb für digitale Kunst durch die vielfältige Teilnehmerschaft. Mit dem Award – der unter anderem auf die Initiative des Zentrums für Kunst und Medien Karlsruhe (ZKM) zurückgeht, wo nun auch die mit jeweils 10 000 Euro dotierten Preise übergeben worden sind – sollen Kunstwerke ausgezeichnet werden, die kreative Softwarelösungen und künstlerische Innovation im App-Format verbinden.

Der Preis „AppARTivism“ geht laut einer Pressemitteilung in diesem Jahr an den in London lebenden Designer David Colombini für die Web-Applikation für „Android Polluted Selfie“. Eine mit einem Sensor verbundene Anwendung, mit der man „verunreinigte“ Selfies aufnehmen kann. Ein Filter verändert die aufgenommenen Fotos in Abhängigkeit zu den Werten der im Umfeld gemessenen Luftverschmutzung. Durch die App können Nutzer auf Luftverschmutzung hinweisen. Den Preis „Game Art“ erhält der Hamburger Spieledesigner Shelly Robin Alon für „Glitchskier“. Ein klassisches Spiel, in einer ästhetisch überraschenden Form. Es vereint Programmierung mit dem Erscheinungsbild illegal heruntergeladener Software im Stil der letzten Jahrtausendwende. Der Preis „Sound Art“ wurde gesplittet: Die Applikation „Mazetools Soniface“ von Kulturwissenschaftler und Toningenieur Jakob Gruhl und Stephan Kloß, Designer und Programmierer, aus Halle bietet die Möglichkeit, velektronische Musikstile auf mobilen Endgeräten zu entwickeln.

Zudem wurde „Visual Beat“ von Max Mörtl ausgezeichnet. In seinem interaktiven Musikvideo lässt der Regisseur und Trickfilmer die Rollen zwischen Publikum und Musiker verschwimmen. Aus einem Repertoire an Instrumenten und Gesängen können immer wieder neue Klang- und Filmkombinationen erschaffen werden.