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23.09.2015

Ausklang des Festivalsommers: KA300 verabschiedet sich mit raumgreifenden Klanginstallationen, magischer Beleuchtung und regionalen Künstlern

Nach 15 Wochen Festivalsommer kommt die ganze Stadt am Samstag, 26. September, noch einmal an ihrem Geburtsort zusammen. Direkt im und um das Karlsruher Schloss, auf dem Schlossplatz sowie im Schlossgarten dürfen Besucher beginnend in den frühen Abendstunden ihren persönlichen Ausklang des 300. Karlsruher Stadtgeburtstags erleben. Ab 18 Uhr bis weit nach Mitternacht wird der gesamte Schlossgarten in eine märchenhafte Traumlandschaft verwandelt und lädt dazu ein, die vielen verschiedenen Programmpunkte zu entdecken. Die Besucher können Künstler auf offener Bühne genießen, zudem laden viele der magischen Ton- und Lichtinstallationen ein, selbst mitzuwirken und den eigenen, ganz individuellen Ausklang des Stadtgeburtstags zu erleben. Im künstlerischen Mittelpunkt des Ausklangs stehen die raumgreifenden und zeitversetzten Installationen von Christof Schläger und Marjon Smit. „Unerhörte Kompositionen“ haben die zwei Klangkünstler angekündigt und wollen damit den Karlsruher Ausklang einläuten wie auch den akustischen Vorhang für Kunst und Akteure aus Karlsruhe öffnen. „So viele spannende Programmpunkte wie noch nie zuvor im Festivalsommer vereinen sich im Schlossgarten zu einem atemberaubenden Ensemble. Überall um das Schloss passiert etwas und wird das Publikum verzaubern“, so Martin Wacker, KA300-Projektgeschäftsführer. Für den Ausklang gestaltet Christof Schläger den Schlossgarten ganz neu – akustisch und visuell inspirierend. Seine außergewöhnlichen Maschineninstrumente haben Zuschauer bereits in New York, Tel Aviv, Helsinki und Shanghai begeistert und in urbane Klangwelten entführt. Nun soll Karlsruhe mit seinen beeindruckenden Installationen ertönen.Los geht es um 19.30 Uhr am Turm der Evangelischen Stadtkirche,  wo Schlägers großer Klangraum eröffnet wird und von dort aus akustisch zum großen „Helix Horn“ beim Schloss führen wird. Insgesamt 600 Schellen, zahlreiche Stahlglocken, etliche Trommeln sowie ein Frauenchor ertönen dann zur „Blauen Stunde“ im Schlossgarten und bringen parallel die installierten Lichter in Bewegung. Wo auch immer es die Besucher im Schlossgarten spontan führt, können sie in den Ausklangstunden viel Neues erleben. So soll dieser entdeckt werden und den Zuschauer in eine andere Welt entführen. Mit dabei sein werden die Künstler des „Circus 3000“, das „Theater Anu“ und der „Clown Piccaro“. Einzigartige Performances zeigen außerdem die Gruppen „Foolpool“, „Lametta“ und das „FabLab“. Musikalisch werden neben „Spark – die klassische Band“, die um 18 Uhr auf der Außenbühne des Pavillons spielt, der Singer-Songwriter Lukas Luft, und die Bands „El’An“ und „SennerJazz“ das Publikum unterhalten. Auf optischer Seite sind die Klebeband-Werke von den Tape-Art Künstlern „Dumbo and Gerald“ an Bäumen, Steinstelen, Metallstangen und Schienen sowie die Graffitis vom Hip-Hop-Kulturzentrum „Combo“, Folien-Installationen von Jenny Winter und „Growing Lights“ von Stefan Lotze zu bewundern. „Die kreative Vielfalt unserer Künstler erscheint mir als fast unerschöpflich“, meint Wacker. „Der Schlossgarten bietet zusätzlich zu den Klanginstallationen ausreichend Fläche, um die regionale Kultur an diesem Abend mit den vielen einzelnen Künstlern und Kunstgruppen zu bespielen.“ Damit verabschiedet die Stadt gemeinsam mit ihren Einwohnern und Gästen den Festivalsommer. Zum finalen „Ausklang“ dürfen sich noch einmal alle um den Pavillon versammeln, wo gegen 22.45 Uhr eine Feuershow zu den Klängen Christof Schlägers entfacht wird. Ein weiteres Highlight zum „Ausklang“: das Badische Landesmuseum freien Eintritt zur Landesausstellung „Karl Wilhelm 1679-1738“. Wer die Ausstellung des Stadtgründers noch nicht gesehen hat, sollte sich diese einmalige Chance nicht entgehen lassen. Nicht erst seit dem Festivalsommer blickt die Welt auf das Karlsruher Schloss: Mit dieser einzigartigen Anlage übertraf der Karlsruher Stadtgründer Karl Wilhelm selbst das Versailles des Sonnenkönigs! Aus allen Richtungen laufen 32 Straßenachsen auf die markgräfliche Residenz zu, umgekehrt führen von hier aus die Wege in die ganze Welt. Im Zentrum des Strahlenkranzes frönte Karl Wilhelm seinen Passionen, pflanzte tausende Tulpen und zeugte mit seinen Gespielinnen mehr Kinder als einst August der Starke. Die Große Landesausstellung „Karl Wilhelm 1679 – 1738“ lässt mit hochkarätigen Exponaten und einer spektakulären Ausstellungsgestaltung das Zeitalter des Absolutismus wieder aufleben – und dies am Originalschauplatz! Zum Finale des Festivalsommers wird nun die Große Landeausstellung „Karl Wilhelm 1679 – 1738“ allen Besuchern zum Geschenk gemacht: Am 26. September ist der Eintritt von 17 bis 22.30 Uhr frei! Als zusätzliches Highlight lockt der direkte Durchgang durch den Gartensaal in den Karlsruher Schlossgarten von 18 bis 22 Uhr, der Stadt, Schloss und Garten zu einer großartigen Einheit verschmelzen lässt. Karlsruher Kleinkunst zum „Ausklang“: Abendliche Entdeckungsreise im Schlossgarten Ideenreich gestaltet sich auch das Programm der zahlreichen Künstler aus Karlsruhe und dem badischen Umland. Ab 18 Uhr beginnend und bis in die Nacht hinein, präsentieren Theatermacher, Clowns, Musiker und Lichtinstallateure ihre kreativen Gedanken zum 300. Stadtgeburtstag und verwandeln den Schlossgarten in eine verzauberte Märchenlandschaft.  Einen festen Stundenplan gibt es dabei nicht. Die Besucher können sich von ihrem eigenen Rhythmus durch den Schlossgarten treiben lassen und sich für die  verschiedenen Aktionen, Performances und Installationen und das Entdecken der einzelnen Künstler so viel Zeit nehmen, wie sie möchten. So etwa lädt der „Circus 3000“in seinen interdisziplinären Kunstsalon, um „Das Wunder von Karlsruhe" auferstehen zu lassen. Angelegt als multimediale Zeitreise in die „roaring twenties“ des Dörfles dürfen hier alte Karlsruher Legenden erwachen und eine postmoderne Geisterbahnfahrt durch die städtische Mythologie erleben. Unterhaltsam gestaltet auch „Piccaro“ sein abendliches Kindertheater. Mit einer gehörigen Portion Schalk und einer einzigartigen Handwagenbühne bringt der Pforzheimer Clown seine Gäste mit auf eine poetische Reise der Sonderklasse und verwandelt dabei Ordnung in Chaos – und umgekehrt. Doch seine Kollegen aus gleicher Heimatstadt sind nicht minder aktiv. Für den Karlsruher „Ausklang“ wird das Pforzheimer Kollektiv „Dumbo and Gerald“ die hiesigen Bäume, Steinstelen, Metallstangen und Wege mit reißfestem Tape gestalten. Ähnlich kreativ werkelt die „Combo“. Direkt aus dem Karlsruher Kulturzentrum entsandt, bearbeiteten die Hip-Hopper mittels Graffiti mehrere Buchstaben in 2x2 Metern Größe. Die Waldpädagogik Karlsruhe wird eine „Lichterreise“ mit stimmungsvollem Spaziergang veranstalten. Dabei zeigen von Kerzen hinterleuchtete Bilder den Hardtwald aus verschiedenen, zum Teil ungewohnten Perspektiven.Licht, Kunst und alles, was dazwischen liegt, gehören unvermeidlich zu den „Growing Lights“ von Stefan Glotze. Für den 300. Stadtgeburtstag „pflanzt“ der Karlsruher Architekt an verschiedene Stellen seine biomorphen LED-Gewächse an, um den Schlossgarten eindrucksvoll zu beleuchten. Eine ungewöhnliche „Herde der Maschinenwesen“ präsentieren „Foolpool“ ihrem Publikum. Altmetall aus recycelten Fahrrädern dient hier als Grundlage für stampfende, mampfende und dampfende Figuren, die künstlerisch entschleunigt den technischen Fortschritt hinterfragen. Musikalische Vielfalt direkt aus Karlsruhe garantiert die Band El’an. Ihre Mischung aus folkloristischen Liedern, afrikanischen Rhythmen, orientalischem Gesang und russischen Melodien verführt die Zuhörer zum Mitsingen, Tanzen und Entspannen.Klangvolle, eigenkomponierte Musik wird auch Lukas Luft spielen. Den Karlsruher Straßenmusiker sieht man sonst nur auf kleinen Bühnen, in Wohnzimmern oder Cafés. Beim „Ausklang“ wird er zum ersten Mal dem Schlossgarten musikalisches Leben einhauchen. Bei „SennerJazz“ ertönt das klassische Alphorn. Gleich fünf Karlsruher Musiker werden den Schlossvorhof mit vielen mystischen Naturtönen, freier Improvisationen, magischen Klangkollagen und Blue-Notes in ein ungewohntes Klangbad verwandeln.Darüber hinaus verspricht der Europapark eine aufregende Feuer-Jonglage, lässt Jenny Winter leuchtende Wurzeln erwachsen und versinnbildlicht eine begehbare Kunstinstallation der Karlsruher Hebammen-Schule die „Geburts“-Stunde der Demokratie.All dies ist keine „Wort-Klauberei“. Oder doch? Bei der gleichnamigen Kinderlesung wird nicht nur Karlsruhes Geschichte thematisiert, sondern auch noch musikalisch untermalt von einer Schwanenknochenflöte. Wo auch immer der Schlossgartenbesucher zum „Ausklang“ umherwandeln wird, die Wege sind ihm frei. Er darf überall nach Lust und Laune zuhören, zusehen und oft auch mitwirken am künstlerischen Gesamtspektakel zu später Stunde. Gegen 22.45 konzentriert sich das Geschehen wieder zwischen Pavillon und Schloss. Denn hier erwartet die Besucher eine mit Musik untermalte Feuershow. Mit ihr schließt sich der Kreis zur Eröffnungsshow am 17. Juni und endet der Karlsruhe Festivalsommer 2015.

Termin:
Sa, 26.09. 2015, 18:00 Uhr „Ausklang“
Rund um das Schloss Karlsruhe
 
Wichtiger Hinweis:
Wegen wichtiger Auf- und Abbauten zum „Ausklang“ ist der Schlossturm von Donnerstag, 24. September, bis Sonntag, 27. September, für den Besucherverkehr gesperrt.