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Christian Lillinger spielt bei der Preisverleihung. Foto: Privat
Christian Lillinger spielt bei der Preisverleihung. Foto: Privat
12.10.2017

„Ausnahmeerscheinung im Jazz“: SWR-Preis für Christian Lillinger

Ludwigshafen/Pforzheim. Sein Auftritt bei der Ausstellungseröffnung der LAF-Initiative in Pforzheim war spontan: Auf einem geliehenen Drumset spielte der in Berlin lebende Ausnahmeschlagzeuger Christian Lillinger ein kurzes Konzert. Am Mittwoch hat der 33-Jährige beim Festival „Enjoy Jazz“ in Ludwigshafen den SWR-Jazzpreis erhalten.

Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird je zur Hälfte vom Land Rheinland-Pfalz und dem SWR gestiftet. Er ist der älteste Jazzpreis Deutschlands.

Der 1984 in Lübben geborene Schlagzeuger und Komponist sucht, so die Jury-Begründung, „couragiert und beständig nach Erweiterungen seines Ausdrucksspektrums“ und steht „für das Nonkonformistische der Kunstform“: eine „Ausnahmeerscheinung im Jazz“. Nach der Preisverleihung durch Wolfgang Gushurst, SWR2-Hauptabteilungsleiter, war beim Preisträgerkonzert die Vielfalt des musikalischen Schaffens Lillingers durch zwei unterschiedliche Performances zu erleben. Neben seinem Septett Grund spielte auch das um den Sound-Designer Johannes Brecht erweiterte Trio Dell/Lillinger/Westergaard.

Und wieso kam Lillinger nach Pforzheim? Ganz einfach: Die Ausstellung in der Östlichen bestreiten das finnisch-deutsche Künstlerkollektiv finnfemfel sowie das Schweizer Künstler-Duo Susanne Schär und Peter Spillmann. Die waren Stipendiaten der Basler-Stiftung „Im Kleinen Markgräfler Hof“ des Pforzheimers Rainer Bartels – und trafen dort auf den Stipendiaten Lillinger.