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Mit dabei im VolksbankHaus: Manuel, Tobias und Michael Grosse, Volksbank- Vorstandsmitglied René Baum, Florentin und Yvonne Grosse, Elmar Goldmann, Gerlinde Hartmann und Karla Kellner (von links).
Mit dabei im VolksbankHaus: Manuel, Tobias und Michael Grosse, Volksbank- Vorstandsmitglied René Baum, Florentin und Yvonne Grosse, Elmar Goldmann, Gerlinde Hartmann und Karla Kellner (von links).
29.09.2017

Ausstellung „Vom New Look zum Petticoat“ im VolksbankHaus eröffnet

Pforzheim. Großes Interesse bei der Vernissage am Donnerstagabend im VolksbankHaus: Nicht nur die Pforzheimer Kunst- und Schmuckliebhaber stellten sich bei der Eröffnung der Ausstellung „Vom New Look zum Petticoat“ im Rahmen des Jubiläums „Goldstadt 250“ mit einzigartigen Schmuckkollektionen aus dem Haus Henkel & Grosse ein. Auch viele ehemalige Mitarbeiter des einst renommierten Modeschmuckunternehmens und Angehörige der Familie Grosse waren gekommen.

Von 1907 bis in die 2000er-Jahre

Michael Grosse (80), der die Firma mit seinen Brüdern in dritter Generation bis 2005 leitete, wurde von seiner Frau Ursula und den Söhnen Manuel (52) und Tobias (48) mit Gattin begleitet. Zudem erschienen Bruder Florentin (78) mit Gattin, Cousine Eleonora und Enkelin Luisa-Sophie. „Die Ausstellung zeigt zwei unterschiedliche Linien von schlichter Eleganz und Opulenz“, sagte Hausherr René Baum. Aus der Gründungszeit von 1907 bis in die 2000er-Jahre wird Schmuck von Grossé und Christian Dior präsentiert – und damit auch die 110-jährige Geschichte der Firma. Der französische Modedesigner war 1955 in das Unternehmen eingestiegen (die PZ berichtete).

In acht prachtvoll arrangierten Vitrinen sind funkelnde Colliers, Milanaise-Bänder oder ausgefallene Punk-Ketten aus sieben Zeitepochen zu sehen. „Der Schmuck erzählt von der Geschichte unserer Heimat“, so Baum. Die Einführung übernahm Kunsthistorikerin Regina Fischer im kurzweiligen Gespräch mit Michael Grosse. „Die Familienmitglieder waren nicht immer einer Meinung“, plauderte der aus dem Nähkästchen. Doch einen Kompromiss habe es immer gegeben.

Der ehemalige Firmenchef sprach auch über das älteste Exponat, eine handgearbeitete Uhrenkette von 1907 aus importiertem Menschenhaar. „Die Haare in Fernost waren viel stabiler“, so Grosse. Dass es nach dem Zweiten Weltkrieg mit Dior zunächst nicht leicht war, fügte er ebenso an. Gegen Frankreich habe es noch viele Aversionen gegeben, die Verhandlungen zogen sich lange hin.

Doch der Erfolg stellte sich bei Henkel & Grosse bald ein: Pro Jahr wurden zwei Kollektionen herausgebracht. Dies bedeutete viel Innovation und Entwicklungsarbeit. Nach dem Dialog mit Bilderschau konnten sich die Gäste davon einen Eindruck verschaffen.

Die Ausstellung „Vom New Look zum Petticoat“ ist bis Samstag, 14. Oktober, zu den Öffnungszeiten des VolksbankHauses zu besichtigen.