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An diesem Bild hat Ruf laut Kuratorin Regina Fischer am 23. Februar gearbeitet.  Foto: Seibel
An diesem Bild hat Ruf laut Kuratorin Regina Fischer am 23. Februar gearbeitet. Foto: Seibel
12.02.2016

Ausstellung in Pforzheim Galerie präsentiert Pforzheimer Maler Hermann Ruf

Am Samstag um 15.30 Uhr eröffnet die Pforzheim Galerie eine Hermann-Ruf-Ausstellung und richtet so den Fokus auf ein stadtbekanntes Künstler-Original. Wie wenige steht der Pforzheimer Schmuckfarbikant und Maler Hermann Ruf für das Schicksal der Stadt. Aus einfachen Verhältnissen stammend baut sich Ruf eine Existenz als Schmuckfabrikant auf. In den Flammen des 23. Februar geht unter, was ihn bis dahin geprägt hat: seine Firma wird zerstört – und seine Frau stirbt. Was ihm bleibt ist das Malen, das er früher schon als Liebhaber ausgeführt hat.

Jetzt wird es sein Ein und Alles. Bis zum Jahr 1968 malt er rund 400 Bilder. Einige sind jetzt in der Pforzheim Galerie zu sehen. Spektakulärstes Objekt: „Alt-Pforzheim“. Verwinkelte Gassen der todgeweihten Altstadt sind zu sehen, rechts aber hat ein Brandloch die Leinwand durchschlagen. Dies soll das Bild gewesen sein, an dem Ruf am 23. Februar gearbeitet hat. Im Bombenhagel flieht er – und das Bild wird zerschossen. Auch die anderen ausgestellten Bilder fokussieren Szenen aus der Region, lassen den Künstler erkennen, der durch die Stadt und den Schwarzwald streift. Der Höhepunkt der Ausstellung aber führt weg aus Pforzheim. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg besucht Ruf den Sohn in New York. Es sind faszinierende Bilder der Metropole, blau leuchtend, die Ruf mit nach Pforzheim bringt. Dort, wo er in den nächsten Jahren zur stadtbekannten Künstlerpersönlichkeit wird.