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04.01.2016

Ausstellung mit Lenin-Kopf wird Ende April eröffnet - Eidechsen als fast unüberwindbares Hindernis

Berlin (dpa) - Die große Berliner Ausstellung über Denkmäler der Stadt soll voraussichtlich Ende April eröffnet werden. «Wir zeigen etwa 100 originale Denkmäler oder Teile davon. Wie mit ihnen umgegangen wurde, sagt viel über deutsche Geschichte», sagte Museumsleiterin Andrea Theissen der Deutschen Presse-Agentur. Die künftige Dauer-Schau «Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler» in der Zitadelle Spandau präsentiert auch einen dreieinhalb Tonnen schweren Lenin-Kopf aus Granit.

Um den Kopf war lange gerungen worden. Er war Teil eines monumentalen DDR-Denkmals in Ost-Berlin, das nach dem Mauerfall abgebaut, in mehr als 100 Teile zerlegt und am südöstlichen Stadtrand der Hauptstadt verbuddelt worden war. In einer spektakulären Aktion wurde der Granitschädel im vergangenen September geborgen und zur Zitadelle gebracht. «Lenin ist gereinigt und sehr gut erhalten. In der Ausstellung können ihn die Besucher wie alles andere anfassen», kündigte Theissen an.

Bei der Bergung des Kopfes aus dem Köpenicker Wald durften im September 2015 nur wenige Personen dabei sein. Verwiesen wurde auf strenge Auflagen des Naturschutzes wegen Zauneidechsen, die kein Getrampel vertragen würden. Die Tiere hatten sich auf dem steinernen Koloss eingerichtet und wurden auf einen Nachbarhügel umgesiedelt. Die große Population der Echsen wurde fast noch zum unüberwindbaren Hindernis, Lenin wieder herauszuholen.