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08.10.2015

Ausstellungsvorschau für die Kunsthalle Karlsruhe

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe | Ausstellungsvorschau 2015-17

HAUPTGEBÄUDE
Ich bin hier!
Von Rembrandt zum Selfie
31.10.2015 – 31.1.2016

Zu den großen Themen der europäischen Kunstgeschichte zählt das Selbstporträt. Spätestens seit der Renaissance haben Künstler selbstbewusst ihr eigenes Bild kreiert, sich in Szene gesetzt und ihr Image konstruiert. „Ich bin hier!“ präsentiert von Rembrandt bis zum Selfie eine spannende Auswahl an künstlerischen Selbstbildern aus sechs Jahrhunderten in unterschiedlichen Medien. Er versammelt Werke von Palma Vecchio, Gustave Courbet, Anselm Feuerbach, Ernst Ludwig Kirchner, Henri Matisse, Max Beckmann, Andy Warhol, Marina Abramović, Tracey Emin und Ai Wei Wei. Die rund 150 Werke kommen aus drei bedeutenden europäischen Sammlungen: Das Musée des Beaux-Arts in Lyon, die National Galleries of Scotland in Edinburgh und die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe sind für dieses Ausstellungsprojekt erstmals eine Kooperationspartnerschaft eingegangen. Das ZKM l Karlsruhe ist Kooperationspartner bei dem interaktiven Kunstprojekt FLICK_EU, das alle drei Stationen der Ausstellung miteinander verbindet. Die Junge Kunsthalle zeigt parallel die Ausstellung Selfies. Sie regt zum Nachdenken über alte und neue Medien der Selbstdarstellung an. Die jungen Besucher erhalten Gelegenheit, sich in Fotografie, Video, Montage, Zeichnung, Malerei, Theater, Grafik, Textproduktion oder auch in der Musik auszudrücken.

Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage

HAUPTGEBÄUDE
Elger Esser
...zeitigen
20.2.2016 – 9.7.2016

Der Große Staatspreis für Bildende Kunst Baden-Württemberg, der Oskar Schlemmer-Staatspreis, wird 2016 an den in Stuttgart geborenen Künstler Elger Esser verliehen. Aus diesem Anlass zeigt die Kunsthalle eine Ausstellung mit mehreren Zyklen seiner großformatigen fotografischen Werke. Esser hat in den letzten zwanzig Jahren ein umfangreiches Werk erarbeitet, in dem er sich der Logik der Mediumentwicklung widersetzt: Der Künstler vertraut noch den vordigitalen fotografischen Techniken und nimmt Bezug auf historische Verfahren der Piktorialisten und auf Bildmuster der europäischen Landschaftsmalerei. Esser war Meister-Schüler von Prof. Bernd Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie und von 2006- 2009 Professor für Fotografie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Der in Düsseldorf lebende Künstler stellt regelmäßig international aus; seine Werke sind in zahlreichen bedeutenden Museen vertreten.

JUNGE KUNSTHALLE
FormLos
Malerei nach 1945
12.3.2016 – 31.7.2016

Gestische Malerei war eine Richtung der Abstraktion, der sich in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts Künstler wie Karl Otto Götz, Asger Jorn, Bernard
Schultze und Emil Schumacher verschrieben. Ihre Bilder kamen weitgehend ohne gegenständliche Bezüge und ohne Vorzeichnung aus; im Zentrum ihrer Kunst des
Informel standen Spontaneität, Prozessualität und die Materialität der Farbe. Kinder bedienen sich ganz natürlich einer ähnlichen Arbeitsweise, wenn sie mit Farbe experimentieren. In der Jungen Kunsthalle können Kinder und Jugendliche Werke aus der Sammlung studieren und selbst mit vollem Körpereinsatz aktiv werden.

HAUPTGEBÄUDE
DOUBLE VISION Albrecht Dürer & William Kentridge
9.9.2016 - 8.1.2017

Albrecht Dürer (1471-1529) und William Kentridge (geb. 1955) – der deutsche Renaissancekünstler und der global tätige Gegenwartskünstler mit südafrikanischen
Wurzeln – begegnen sich im Medium der schwarz-weißen Druckgrafik, das sie auf vielfältige Weise ausloten. Über die epochalen und kulturellen Unterschiede
hinweg werden zwei Visionen von druckgrafischer Kunst in einen dynamischen Dialog versetzt. Die besondere Ausdruckskraft ihrer Bilder wird im Vergleich unterschiedlicher
Druckverfahren wie Holz- und Linolschnitt, Lithographie und Radierung sichtbar. Eine wesentliche Grundlage bildet dabei der umfangreiche Bestand
an Druckgraphik von Albrecht Dürer im Kupferstichkabinett der Kunsthalle. DOUBLE VISION ist eine Kooperation des Kupferstichkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin mit der Kolleg-Forschergruppe BildEvidenz der Freien Universität Berlin und der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Parallel zur Ausstellung DOUBLE VISION zeigt das ZKM l Karlsruhe die Projektion More Sweetly Play the Dance von William Kentridge aus dem Jahr 2015.

JUNGE KUNSTHALLE
Black and White
Begleitprojekt zu DOUBLE VISION Albrecht Dürer & William Kentridge
9.9.2016 – 8.1.2017

Ausgehend von der Präsentation im Hauptgebäude beleuchtet die Begleitausstellung in der Jungen Kunsthalle nicht nur die beiden Künstler als herausragende
Persönlichkeiten ihrer Epoche, sondern auch die Entwicklung der druckgraphischen Techniken und die daraus resultierenden Möglichkeiten. Albrecht Dürer und
William Kentridge verbindet sowohl das Medium der schwarz-weißen Druckgraphik wie auch das Interesse an ihrer Zeit, die sie in ihrem Werk reflektieren. In den
Werkstätten laden verschiedene Drucktechniken zum Ausprobieren ein. Das Angebotist für alle Altersgruppen und Schularten geeignet.

HIGHLIGHT 2017
HAUPTGEBÄUDE
CÉZANNE. Metamorphosen
Große Sonderausstellung des Landes Baden-Württemberg
28.10. 2017 – 11.2.2018

Nach der erfolgreichen Ausstellung Degas. Klassik und Experiment von 2014/15 nimmt diese Ausstellung das Werk seines bedeutenden Zeitgenossen Paul Cézanne
(1839–1906) in den Blick. Cézanne gilt auf Grund seiner Tendenz zur Abstraktion der Bildelemente als Wegbereiter der modernen Malerei. Die Ausstellung
erweitert diesen Ansatz: Sie deutet Cézannes Kunst aus einer produktiven Spannung, in der innovative Bildverfahren ebenso wirksam werden wie die kreative
Aneignung von Bildern der Kunstgeschichte. Die Karlsruher Ausstellung ist daher bewusst nicht als Retrospektive chronologisch angelegt, sondern als Themenausstellung,
die eine neue Perspektive auf das scheinbar so gut bekannte Werk des Künstlers eröffnet.