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„Bootshaus“ ist der Titel der Skulptur von Basilius Kleinhans (links), die er hier mit Jubiläumskoordinator Gerhard Baral präsentiert. Foto: Ketterl
„Bootshaus“ ist der Titel der Skulptur von Basilius Kleinhans (links), die er hier mit Jubiläumskoordinator Gerhard Baral präsentiert. Foto: Ketterl
21.06.2017

Basilius Kleinhaus zeigt Skulpturen und Reliefs in Goldstadt-Vitrinen

Pforzheim. Zufall, glückliche Fügung, zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Wer die Skulpturen und Reliefs von Basilius Kleinhans in den eher versteckten Vitrinen des Goldstadt-250-Büros betrachtet, reibt sich die Augen. Denn das, was der Bildhauer hier zeigt, könnte als Sinnbild für die Veränderung, die dieses Quartier demnächst vollziehen soll, stehen: Der Frage, „was ist Stadt, was Raum?“ geht der 48-Jährige in seinen Arbeiten nach.

Pforzheim. Zufall, glückliche Fügung, zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Wer die Skulpturen und Reliefs von Basilius Kleinhans in den eher versteckten Vitrinen des Goldstadt-250-Büros betrachtet, reibt sich die Augen. Denn das, was der Bildhauer hier zeigt, könnte als Sinnbild für die Veränderung, die dieses Quartier demnächst vollziehen soll, stehen: Der Frage, „was ist Stadt, was Raum?“ geht der 48-Jährige in seinen Arbeiten nach. „Und wer die übereinandergetürmten Gebäude in der Skulptur ,Hausburg’ sieht, der kann die Parallele zum neuen Schlossberg ziehen“, sagt Jubiläumskoordinator Gerhard Baral mit Hinblick auf die geplante Erweiterung Innenstadt-Ost.

Bewahren und Öffnen

Doch ganz so konkret will Kleinhans seine Kunst nicht fassen lassen: Ihm geht es vielmehr um den gedanklichen Raum, um das Bewahren und Öffnen, beispielsweise in der Reihe „Haus im Haus“, die einen geschlossenen Kubus mit Dach mit einem fragilen Gittergerüst in Hausform verbindet. Immer wieder tauchen in Kleinhans’ Arbeiten Boote auf – mal an einem Haus angedockt, mal mit ihm verschmolzen, mal von einem Haus-Gitter umfangen. Boote, die in ihrem vergoldeten Inneren eine kostbare Fracht transportieren. Menschen oder Material, Flüchtlinge oder mythologische Gestalten? Oder einfach nur Sonnenstahlen? Denn wenn der Bildhauer die vergoldeten Innenseiten der einfachen Bronzeboote zueinander neigt, dann scheinen diese Flächen zu leuchten und ein ganz besonderes Eigenleben zu entwickeln. Überhaupt hat es Kleinhans mit archaischen Formen, uralten Werkstoffen wie Kupfer und Gold, mit religiösen und mythologischen Themen: Sonne und Mond, Himmelsleiter und Engel, Fensterbilder, die in das Innere eines Hauses blicken lassen.