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Zu Hause in ihrem Element: Gerhard Schmitt (links) und Chris Heiny.  Foto: Schmittke 

Bekannt von der "Blue Man Group": Badisches Musiker-Duo gibt uns den Energie-Booster

Pforzheim/Berlin. Die musikalische Untermalung zu dieser zehrenden Corona-Zeit muss getragen sein, schwermütig, düster. Denkste! Jene des Duos Schmitt/Heiny ist ein Gute-Laune-Booster.

Die südbadischen Wahl-Berliner haben aus der Not eine Tugend gemacht und im heimischen Proberaum aber mal so richtig hingelangt. Weil beide Giganten an ihren Instrumenten sind, ist eine kleine Sammlung von fünf Nummern entstanden, die die Musiker selbst – völlig zu Recht – als "Killer-Jazz-Fusion-Songs" beschreiben.

Die digitale EP, die bald auf allen einschlägigen Plattformen zu haben ist, gibt von der Pandemie Gebeutelten und Genervten einen Energieschub und Frischekick. Und weil das, was Gerhard Schmitt und Chris Heiny da so treiben, nicht nur akustisch, sondern auch optisch eine Show ist, geht just am Erscheinungstag auch ihr fünftes Youtube-Video zum Titel "Go For It" an den Start.

Duo lässt es während Lockdown-Phasen krachen

Schmitt, 1971 geboren und in Lahr in der Ortenau aufgewachsen, ist das, was man einen Tausendsassa nennt. Der unglaublich ausgebuffte Gitarrist hat Stücke für Hörbücher und Theaterinszenierungen komponiert und eingespielt, mit Bandprojekten wie Schmittke, trondheym oder Mockemalör aufhorchen lassen, Stars wie Konstantin Wecker musikalisch begleitet und weltweit mit der Blue Man Group für Furore gesorgt. Letzterer hält auch der ebenfalls 1971 in Freiburg geborene Chris Heiny seit Jahren die Treue.

Der Profi-Drummer und Schlagzeuglehrer klopft aktuell auch bei Bosse und war unter anderem bei Silly, und The Voice of Germany zu hören. Seltsamerweise hätten sie nie darüber nachgedacht, "dass man ja auch mal eigene Stücke zocken könnte, anstatt ausschließlich die blauen Männer musikalisch zu unterstützen", berichten die beiden:

"Um auf diese Idee zu kommen, musste erst eine Pandemie die Welt verändern."

Um so mehr ließen sie es dann aber während der Lockdown-Phasen krachen. Heiny bearbeitet bei den fünf Eigenkompositionen die Felle, dass es eine Freude ist, Schmitt zündet nicht nur an Gitarre und Bass ein Feuerwerk, sondern auch an Stick und elektrischer Zither.

Musiker versprechen noch mehr

Das satte "Apple Pie" ist ein Appetitanreger, "Vitamin G" macht Pandemiemüde munter, das treibende "Driving The Bus" bringt selbst die faulste Couch-Kartoffel in Fahrt, "Melancholicks" ist zum Abheben schön, und "Go For It", ebenfalls durch den unter anderem von der Mark Forster Band bekannten Keyboarder Christopher Noodt bereichert, ist eine wahre An- und Auftriebsmaschine – und überhaupt jedes Solo eine Wucht.

Fürs Mastering hat ein weiterer Kollege von der Blue Man Group gesorgt: Andi Bukelini. Die Jungs haben Blut geleckt. "More to come", lautet ihr Versprechen: Da kommt noch mehr! Wir antworten: Bitte, gerne! Von solchen Vitaminspritzen kann man in diesen Zeiten nie genug bekommen. 

Schmitt / Heiny, digitale EP "Take 20/21", ab 21. Januar auf allen gängigen Kanälen.

Claudius Erb

Claudius Erb

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