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Die Qual der Wahl hat Axel Hertenstein: Welche drei Werke steuert er zur Künstler-Artothek bei? Foto: Ketterl
Die Qual der Wahl hat Axel Hertenstein: Welche drei Werke steuert er zur Künstler-Artothek bei? Foto: Ketterl
02.06.2017

Beliebte Artothek mit neuem Angebot: Künstler verleihen ihre Werke

Pforzheim. Sie hat viele Fans, die sich regelmäßig jedes halbe Jahr mit Kunst eindecken: Die Artothek des Kulturamts, die es bereits seit zwei Jahren gibt, wartet nun mit einer Besonderheit auf. Erstmals werden nicht Kunstwerke aus der Sammlung der Stadt ausgeliehen, sondern Arbeiten zeitgenössischer Künstler aus Pforzheim und der Region. 23 Künstler konnte Organisatorin Regina Fischer „sofort und mit großer Begeisterung“ verpflichten.

Wer ist dabei? Fotografien gibt es von Iris Caren von Württemberg, Winfried Reinhardt und Bernhard Jablonski, Skulpturen von Manuela Tirler, Vito Pace, Stefan Faas, Fero Freymark, Elisa Paulina Herrmann und Uwe Middel. Gemälde, Grafik und Collagen kommen von Anina Gröger, Ingrid Bürger, Abraham David Christian, Janusz Czech, Michaela Escher, Rolf Escher, Dorothea von Rogulja-Wagner, Jürgen Vallen, René Dantes, Ute Middel, Axel Hertenstein, Petra Huber, Gabriele Münster und Helmut Oberst.

Was haben die Künstler beigesteuert? Das lag ganz in ihrem eigenen Ermessen. Maximal drei Arbeiten wurden eingereicht – häufig mit ganz unterschiedlicher Thematik. Die Größe dürfte dabei 80 mal 100 Zentimeter nicht überschreiten – „so, dass alles locker in einen Kofferraum passt“, sagt Fischer. Der Wert der Arbeit sollte 3000 Euro nicht überschreiten.

Wie funktioniert die Ausleihe? Ganz einfach: Am Freitag, 9. Juni, ist die Künstler-Artothek von 14 bis 18 Uhr in der Pforzheim Galerie geöffnet. Jeder kann sein Lieblingsstück aussuchen, das dann erfasst und sachgemäß verpackt wird. Die Leihgebühr beträgt 20 Euro pro Werk – maximal drei Arbeiten können entliehen werden. Die Stadt übernimmt die Kosten für die Versicherung und die Verpackung. An diesem Termin können auch die vor sechs Monaten entliehenen Kunstwerke zurückgegeben werden.

Was bringt es den Künstlern und den Entleihern? „Wir wollen Kunst zu den Menschen bringen“, sagt Kulturamtsleiterin Angelika Drescher. In lockerer Atmosphäre sollen sich die Kunstinteressierten die Werke anschauen und aussuchen können. Und auch die Künstler sollen profitieren: Falls die Entleiher Freude an den Arbeiten finden und sich nicht mehr von ihnen trennen wollen, stellt das Kulturamt den Kontakt zum jeweiligen Urheber her.

www.kulturamt-pforzheim.de