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Das 1953 entstandene Gemälde „Malerei“ von Joan Miró.  Heinl
Das 1953 entstandene Gemälde „Malerei“ von Joan Miró. Heinl
11.03.2016

Bilder, wie eine Wand: großformatige Arbeiten von Joan Miró in der Schirn Kunsthalle

Frankfurt. Den großformatigen Bildern des Malers Joan Miró (1893-1983) widmet die Schirn Kunsthalle in Frankfurt eine umfangreiche Werkschau. Zu sehen sind bis zum 12. Juni unter dem Titel „Wandbilder, Weltenbilder“ rund 50 Arbeiten des Katalanen. Nach Angaben der Kunsthalle sollen die ausgestellten Werke vor allem Mirós Abkehr von traditionellen Regeln der Malerei zeigen.

„Es ist eine Ausstellung mit Überraschungen, die einen ungewohnten Blick auf Miró gibt“, sagte Schirn-Direktor Max Hollein. Die Werkschau ist Auftakt der Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen der Kunsthalle.

Gezeigt werden vor allem raumgreifende Arbeiten, die Miró auf ungewöhnlichen Untergründen malte: auf Sandpapier, Teerpappe oder roher Jute. Sie sollen nach Angaben der Schirn Mirós Faszination für die Wand verdeutlichen. Die Wand war für ihn nicht nur ein Objekt, das er abbildete, ihre Materialität war entscheidend für die intensive physische und taktile Qualität seiner Malerei“, sagte Kuratorin Simonetta Fraquelli. Der Künstler habe seinen Gemälden daher die Haptik und Textur von Wandoberflächen verliehen. Die Spannbreite der ausgestellten Werke reicht von dem Gemälde „Der Bauernhof“ (1921/22) über das Schlüsselwerk „Malerei“ (1930) bis hin zu den monumentalen Triptychen „Blau I-III“ (1961) und „Malerei I-III“ aus dem Jahr 1973.