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Auch Christian Rohlfs „Mohnblüten“ kommen unter den Hammer.  Foto: pm
Auch Christian Rohlfs „Mohnblüten“ kommen unter den Hammer. Foto: pm
29.01.2016

Blumen und ein Manifest – Februar-Auktion im Auktionshaus Kiefer

Pforzheim. Im traditionsreichen Pforzheimer Auktionshaus Kiefer steht die nächste Auktion an. Am Freitag, 19., und Samstag, 20. Februar, warten insgesamt über 7000 Positionen aus den Bereichen Bücher, Grafik, Alte und Moderne Kunst sowie Antiquitäten auf ihre Versteigerung.

Im Kapitel Politik ist das äußerst seltene „Manifest der Kommunistischen Partei“ aus dem Jahr 1848 von Karl Marx und Friedrich Engels hervorzuheben. Es liegt hier in der dritten Variante von 1861 der Erstausgabe vor und gilt als eines der hervorragendsten politischen Dokumente aller Zeiten. Das Werk wurde auf 45.000 Euro taxiert.

Den Höhepunkt der Februar-Auktion stellt die aufwendig ausgestattete Schrift „The Aboriginal Port Folio“ von James Otto Lewis im Kapitel dar. Diese Erstausgabe des frühen und ausgesprochen seltenen Tafelwerks mit 72 lithografischen Porträts nordamerikanischer Indianer wurde auf 50.000 Euro geschätzt.

In der Antiquitäten-Abteilung sticht eine große Sammlung von circa 160 Objekten afrikanischer Stammeskunst hervor. Sie stammt aus einer hessischen Privatsammlung und wurde über Jahre aus spezialisierten Auktionshäusern erworben. Sie enthält einige Objekte mit Schwerpunkt der Ashanti Ghana sowie Tji-Wara der Bamara, Bronzefiguren des Benin und eine Karamajong Kopfstütze aus Uganda.

Die Auktion schließt mit dem Kapitel Grafik, Alte und Moderne Kunst, in dem neben internationalen Künstlern auch regionale Größen der Kunstszene angeboten werden – unter ihnen Erwin Aichele, Oskar Elsässer sowie Karl Abt. Zudem werden über 40 Arbeiten des Pforzheimer Künstlers Richard Ziegler angeboten. Zu den Höhepunknten gehört das Farboffset „Kerze I“ von Gerhard Richter. Die im unteren Bildbereich großformatig mit schwarzer Kreide signierte Grafik wird mit einem Schätzpreis von 27.000 Euro angeboten.