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Ein Prosit auf Künstler Dean Glandon (Mitte): Gerd Jütten (von links), Carsten von Zepelin, Geschäftsführer der Arlinger Baugenossenschaft, Kunsthistorikerin Krisztina Jütten und Markus Spang von Q-Print.
Ein Prosit auf Künstler Dean Glandon (Mitte): Gerd Jütten (von links), Carsten von Zepelin, Geschäftsführer der Arlinger Baugenossenschaft, Kunsthistorikerin Krisztina Jütten und Markus Spang von Q-Print. © Recklies
14.12.2015

Buch über Künstler Dean Glandon im Arlinger der Öffentlichkeit vorgestellt

Pforzheim. Die 25 Jahre des künstlerischen Schaffens von Dean Glandon hat Kunsthistorikerin Krisztina Jütten in einem als Leporello gestalteten Buch unter dem Titel „The body speaks in sighs an jubilation“ beleuchtet. Am Sonntagnachmittag ist dieses Buch nun, vier Wochen vor dem Ende der seit elf Monaten gezeigten Glandon-Ausstellung, in der Arlinger Baugenossenschaft offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

Den ersten Band der 250 nummerierten Exemplare erhielt Carsten von Zepelin, Geschäftsführer der Arlinger Baugenossenschaft, aus den Händen des Künstlers. Der hatte das Buchprojekt schließlich nicht nur unterstützt, sondern sogar den Anstoß dafür gegeben. „Es war ihre Idee“, sagte Krisztina Jütten, die als Kuratorin die Ausstellung in den Geschäftsräumen der Baugenossenschaft gemeinsam mit dem Amerikaner Glandon gestaltet hatte.

Bücher gerne signiert

Glandon, der seit vielen Jahren in der Goldstadt lebt und arbeitet, nutzte die Gelegenheit der Buchvorstellung nicht nur zu einer Reihe von Gesprächen mit persönlichen Freunden und Unterstützern seiner künstlerischen Arbeit. Gerne signierte er auch gleich die von den Besuchern erworbenen Bücher. Dass die Produktion des im Digitaldruck hergestellten Buches trotz der Unterstützung durch die Arlinger Baugenossenschaft und die „Pforzheimer Zeitung“ kein leichtes Unterfangen gewesen ist, davon berichtete Krisztina Jütten, die sich inhaltlich auf die Papierarbeiten des Künstlers – „das sind rund 90 Prozent seines Gesamtwerks“– beschränkt hatte.

Bewusst habe man sich darauf verständigt, die Arbeiten in der Publikation, die weit mehr als ein Katalog ist, nicht chronologisch darzustellen. Vielmehr wurden die Arbeiten Glandons nach Schaffensphasen geordnet. Interessant für Jütten: „Die Handschrift Deans ist in all seinen Arbeiten erkennbar.“ Ihr Fazit: „Das ist eine ungeheure Qualität.“ Jüttens Mann Gerd hat Glandons Arbeiten nicht nur fotografisch dokumentiert, sondern auch die grafische Gestaltung übernommen. In Kooperation mit Q-Print wurde zudem im Siebdruckverfahren ein zweifarbiger Einband gestaltet.

Freiheit des Künstlers

Dass die Zusammenarbeit mit Dean Glandon eine Herausforderung gewesen ist, daraus machte Jütten keinen Hehl. „Man muss sich auf die Freiheit des Künstlers, auf das Kompromisslose einlassen“, so Jütten, die dem Künstler bescheinigte, dass er jemand ist „der ohne Rücksicht auf gesellschaftliche Normen“ seine Kunst umsetzt. Mit positivem Effekt: „Die Ansprüche und die Qualität sind mit der Dauer des Projekts gewachsen“, so Jütten.

Das Buch „The body speaks in sighs and jubilation“ ist für 28 Euro über Krisztina Jütten per E-Mail, k.juetten@look-mp.de, zu beziehen und kann bis zum 8. Januar bei der Ausstellungim Arlinger gekauft werden.