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Als James Bond wird Roger Moore in Erinnerung bleiben – wie hier bei den Dreharbeiten zu „Der Mann mit dem goldenen Colt“ mit den Schauspielerinnen Maud Adams (links) und Britt Ekland. Foto: dpa-Archiv
Als James Bond wird Roger Moore in Erinnerung bleiben – wie hier bei den Dreharbeiten zu „Der Mann mit dem goldenen Colt“ mit den Schauspielerinnen Maud Adams (links) und Britt Ekland. Foto: dpa-Archiv
Roger Moore mit seiner Frau Christina. Foto: dpa
Roger Moore mit seiner Frau Christina. Foto: dpa
Frauenheld: Roger Moore wird 1972 von Miss Großbritannien (links) und Miss USA geküsst. Foto: dpa
Frauenheld: Roger Moore wird 1972 von Miss Großbritannien (links) und Miss USA geküsst. Foto: dpa
24.05.2017

Bye bye, Bond: Roger Moore mit 89 Jahren gestorben

Er übernahm unzählige Filmrollen, vor allem aber war er Bond – James Bond. Der Name Roger Moores wird immer mit seiner Paraderolle „007“ verbunden sein. Nach seiner Pensionierung als Geheimagent rettete er nicht mehr die Welt, sondern half lieber Kindern und Tieren. Gestern starb Roger Moore im Alter von 89 Jahren in seiner Schweizer Wahlheimat. Er erlag einem Krebsleiden.

Irgendwie wurde man nie den Eindruck los, dass Roger Moore das Lächeln angeboren war. Ob er in der Rolle seines Lebens als Agent ihrer Majestät gerade mit einem der Bond-Girls flirtete, als Simon Templar einen Geheimauftrag ausführte oder vor Live-Publikum seine Bücher signierte: Der Schalk schien dem Londoner stets im Nacken zu sitzen – bis ins hohe Alter.

Seit seinem ersten James-Bond-Film „Leben und sterben lassen“ (1973), wurde Sir Roger mit der Rolle als 007 in Verbindung gebracht. Siebenmal gab Moore in den 1970er- und 1980er-Jahren den Super-Agenten im Geheimdienst Ihrer Majestät, öfter als jeder andere seiner Schauspieler-Kollegen. Er ist der erste der sechs Bond-Darsteller, der nicht mehr am Leben ist. Als Moore 58 war, gab er die Lizenz zum Töten ab. „Das war der Tiefpunkt in meinen Leben“, sagte er einmal in einem Interview. Ob er das ernst meinte, wurde nicht so recht klar.

Dabei war Roger Moore, Sohn eines Polizisten und Junge aus einfachen Verhältnissen im armen Londoner Süden, in den vergangenen Jahren nicht immer nur zum Lachen zumute. Er kämpfte mit seinem Prostata-Krebs sowie schweren Herzrhythmusstörungen und bezeichnete seinen Herzschrittmacher einmal als sein wertvollstes Besitztum. Nach den Bond-Filmen konzentrierte er sich zunehmend auf die Hilfe für bedrohte Kinder und für Tiere. „Ich würde mir nur wünschen, dass ich in meiner Arbeit für Unicef genauso erfolgreich sein könnte wie James Bond“, sagte Moore.

Bis ins hohe Alter war Sir Roger rastlos, die Bühne blieb sein Zuhause – und er versuchte sich sogar als Buchautor. In seinem Werk „Bond on Bond“ („Bond über Bond“) ließ er die Dienstzeit des Superagenten Revue passieren – sie spielte auch in seinem Leben die Hauptrolle.