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Catherine Deneuve. Foto: dpa
Catherine Deneuve. Foto: dpa
12.07.2018

Catherine Deneuve und Riccardo Muti erhalten Praemium Imperiale

Tokio. Er wird als Nobelpreis der Künste gehandelt: Die Japanische Künstlervereinigung hat ihren Praemium Imperiale erneut fünf Stars der internationalen Kulturszene zugesprochen. Die französische Schauspielerin Catherine Deneuve (74) und der italienische Dirigent Riccardo Muti (76) werden für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Der höchste japanische Kunstpreis geht in diesem Jahr zudem an den belgischen Maler Pierre Alechinsky (90), die japanische Bildhauerin Fujiko Nakaya (85) und den französischen Architekten Christian de Portzamparc (74). Jeder Preisträger erhält umgerechnet 116 000 Euro. Der Nachwuchspreis geht an die britische Wohltätigkeitsorganisation Shakespeare Schools Foundation. Die renommierten Auszeichnungen werden am 23. Oktober in Tokio verliehen.

Catherine Deneuve gilt trotz ihrer internationalen Karriere als Grande Dame des französischen Films. In über 100 Rollen hat sie ihren zumeist schwierigen oder gescheiterten Charakteren eine geheimnisvolle, reservierte Aura verliehen, wie die Jury befand. Zuletzt war sie in dem Film „Ein Kuss von Béatrice“ (2017) zu sehen.

Riccardo Muti ist einer der bedeutendsten Dirigenten der Welt. Der Italiener war Chefdirigent beim Londoner New Philharmonia Orchestra, beim Philadelphia Orchestra und bei der Mailänder Scala. Seit 2010 leitet er das Chicago Symphony Orchestra.

Pierre Alechinsky, in Belgien geboren und in Paris zuhause, vereint in seinem künstlerischen Werk westliche und östliche Elemente. Auch mit über 90 Jahren verleihe er tiefgründigen Gefühlswelten ungebrochen kraftvoll, schöpferischen Ausdruck.

Fujiko Nakaya ist bekannt für ihre Nebelskulpturen. Die Japanerin experimentiert mit Wasser, Luft und Wolken, die sowohl den realen Raum wie auch den Betrachter verändern.

Christian de Portzamparc, in Marokko geboren, gehört zu den wichtigsten Architekten Frankreichs. Bereits 1979 erhielt er den berühmten Pritzker Preis. Die Jury lobte seine Arbeit als kühn, künstlerisch und kreativ. Nada Weigelt