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Klimts Gemälde „Der Kuss“ ist Inspiration für eine Choreografie von  Guido Markowitz.  archiv
Klimts Gemälde „Der Kuss“ ist Inspiration für eine Choreografie von Guido Markowitz. archiv
16.03.2016

Choreografien von Bach bis Klimt, von Gold bis Herzensfragen

Für Ballettchef Guido Markowitz ist seine Sparte ideal, um gerade auch junge Menschen ins Theater zu locken. „Denn Ballett kommt ohne Worte aus und spricht ganz direkt die Emotionen an“, sagt der Choreograf. Und so wird es in der neuen Spielzeit sowohl eine verstärkte Jugendarbeit als auch zwei Ballette geben, die direkt in die Gefühlswelt der jeweiligen Komponisten oder Maler führen.

Denn mit Bachs berühmten „Goldbergvariationen“ will Markowitz den Zuschauern im Podium einen „poetischen Bilderbogen zum Thema Schnee“ präsentieren. Und den großen Ballettabend stellt er ganz unter das Thema „Kuss“. Ihn als gebürtigen Österreicher habe Gustav Klimts (1862 bis 1981) bekanntes Gemälde immer schon fasziniert. Dieses dient ihm nun als Inspirationsquelle für seine neue Choreografie, die die beiden Liebenden an einem Ort jenseits von Raum und Zeit zeigt und die Frage stellt, was mit diesem Paar letztlich geschehen wird. Gemeinsam mit Generalmusikdirektor Markus Huber wird Markowitz passende Musik der Zeit auswählen, die dann die Badische Philharmonie interpretieren wird.

Doch auch jungen Choreografen bietet die neue Spielzeit ein Podium: So werden in der Reihe „Tanz pur“ der Tänzer und Choreograf Moritz Ostruschnjak sowie der Brasilianer Fernando Melo ihre Sichtweisen zum Thema Gold vorstellen. Seit Jahren ist Markowitz mit Tanzprojekten für junge Menschen aktiv. „Und nachdem sich das Ballett so gut entwickelt hat und bei den Zuschauern so gut ankommt“, sagt Intendant Thomas Münstermann, sei nun Gelegenheit, „urbanen Tanz“ mit Jugendlichen der Stadt zu entwickeln. „Für was brennt dein Herz?“ – diese Frage wird der Ballettchef dann gemeinsam mit den jungen Tänzern beantworten.