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Christina Stürmer und ihre fünf Musiker bringen im Hirsauer Kreuzgang ihre vielen Hundert Fans zum Jubeln, Mitsingen, Klatschen und Tanzen. Foto: Pfäfflin
Christina Stürmer und ihre fünf Musiker bringen im Hirsauer Kreuzgang ihre vielen Hundert Fans zum Jubeln, Mitsingen, Klatschen und Tanzen. Foto: Pfäfflin
Christina Stürmer sorgt mit Balladen wie „Immer weiter“ und „Mama (Ana Ahabak)“ immer wieder für Gänsehautmomente. Foto: Pfäfflin
Christina Stürmer sorgt mit Balladen wie „Immer weiter“ und „Mama (Ana Ahabak)“ immer wieder für Gänsehautmomente. Foto: Pfäfflin
04.08.2017

Christina Stürmer erobert Fan-Herzen im Sturm

Calw-Hirsau. Österreich-Festspiele beim Calwer Klostersommer: Nach dem ausverkauften Konzert mit Austro-Pop-Legende Reinhard Fendrich nun die Rock-Pop-Queen aus Austria, Christina Stürmer. Wieder ist der Kreuzgang proppevoll – und beide österreichischen Sänger plagt bei aller Unterschiedlichkeit das gleiche Problem: Fendrich tut sich schwer, „nach 17 Studioalben ein Konzert zusammenzustellen“, und Stürmer schildert das schwierige Auswahlverfahren unter Liedern aus 14 Jahren. Doch beide kommen zum selben Ergebnis: Starten wir mit unseren Hits!

Bei Fendrich ist das „Es lebe der Sport“, bei Stürmer „Seite an Seite“. Doch während der Liedermacher auf das Jahr 1982 zurückgreift, nutzt die sympathische Sängerin die Chance, ihr neues Album mit diesem Song vorzustellen. Insgesamt sechs Lieder singt sie aus der im vergangenen Jahr erschienenen CD. Und die ist bislang – das ergibt ihre Nachfrage – noch nicht bei allzu vielen im „Plattenschrank“ vertreten. Dabei ist „Seite an Seite“ wie die Vorgänger-Alben auch eine schöne Mischung als Balladen und Uptempo-Nummern, die gut ins Ohr gehen, ohne Experimente, meist sofort mitsingbar. Und das können die Fans wirklich gut: „Ihr seid ja sehr textsicher“, freut sich Stürmer angesichts des vielstimmigen Chors bei „Ich lebe“.

So wird dieser sommerliche Abend im Hirsauer Kloster zu einem richtigen Familienkonzert: Luftballons und Plakate haben die Fans mitgebracht, freuen sich über die „alten Hader“, wie die 35-Jährige ihre Songs aus vergangenen Jahrzehnten betitelt und schwelgen bei Balladen, wie das „leider immer noch aktuelle“ Lied „Mama“ von 2003, das das Schicksal eines Kindes im Krieg beschreibt. Doch nach dieser besinnlichen Nummer gibt die grazile Sängerin wieder Gas und bringt ihre Fans zum jubeln, klatschen, tanzen, singen – insgesamt fast zwei Stunden lang.