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Sonntag bot ein bisschen Tagesaktualität und viel Bewährtes.  Foto: Frommer 

Christoph Sonntag, der Unentwegte: Kabarettist begeistert auf Freibadbühne

Remchingen. Autohupen posaunen die Vorschusslorbeeren laut heraus: Kabarettist Christoph Sonntag (58) gibt auf der Freibad-Bühne in Remchingen eine Stippvisite. „Hätte auch nicht gedacht, dass es das mal gibt, dass ich mich freudig anhupen lasse“, kommentiert der beharrliche SWR3-Comedy-Schwabe aus Waiblingen die Begrüßung und das pandemiegerechte Autokino-Revival grinsend. Die Bühne teilt er sich an diesem Abend mit nur zwei Kulissen, sowie einer rot-weiß lackierten Straßensperre und einem Pult, an dem die Titelseiten mehrerer amerikanischer Zeitungen prangen. Und – natürlich – das Konterfei des US-Präsidenten, um eine weithin sichtbare runde Clownsnase ergänzt.

Tagesaktuell ist die Show von Christoph Sonntag jedoch nur zu Beginn: „In den letzten Wochen haben wir uns – und sehr viele wichtige Grundrechte – einschränken lassen“, positioniert sich Christoph Sonntag und fordert die Zuhörer in Remchingen auf: „Die müssen wir später wieder zurückbekommen. Seid ihr dabei?“ Die Antwort: Ein zweites Hupkonzert.

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Seinen ersten verbalen Rundumschlag sendet Sonntag über den Atlantik: „Mit Donald Trump hat das Experiment am offenen Herzen der Demokratie begonnen.“ Das rasche Verlassen dieser Nummer gelingt Sonntag mit einem bereits bewährten Wortwitz: „Hättet Ihr gedacht, dass Donald und Micky (Pence) einmal die USA regieren?“

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Jetzt haben sich die Autokinobesucher warm gehupt – und es wird offenkundig, dass Sonntag die Reaktion auf sein kabarettistisches Spiel so sehr braucht, wie die ausgedörrte Natur den Regen. Apropos mieses Wetter: Die Briten und Boris Johnson sind die nächsten Adressaten von Sonntags Späßen: Der Brexit sei aus Verlustängsten geboren, gibt Christoph Sonntag kund: „Aber, was soll man England denn wegnehmen? Die Elfmeterschützen? Die Frauen? CAMILLA?“. Auch der sarkastische Gag sitzt. Hupkonzert.

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