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Phil Collins
Phil Collins
29.01.2016

Comeback mit 65: Phil Collins will es nochmal wissen

Miami. Rund um seinen 65. Geburtstag liefert Phil Collins seinen Fans heiß ersehnten Stoff. Ein neues Album soll es bald geben. „Ich bin nicht mehr offiziell im Ruhestand“: Diese Ankündigung im „Rolling Stone“ ließ im Oktober die Musikwelt aufhorchen.

Demnach arbeitet der frühere Genesis-Frontmann an einem Soloalbum, will wieder auf Tour gehen und liebäugelt auch mit einer Genesis-Wiedervereinigung mit Peter Gabriel.

Der Musiker, der heute 65 Jahre alt wird, hat schwere gesundheitliche Probleme. Erst im Herbst wurde er am Rücken operiert, ein Ohr ist so gut wie taub, ein Nervenschaden machte es für den Schlagzeuger unmöglich, die Schlägel zu halten. Darüber spricht er inzwischen genau so offen wie über die Folgen seines übermäßigen Alkoholkonsums. „Das hat mich fast umgebracht.“

Lange hatte Collins gar nicht danach geklungen, als käme ein Comeback infrage. 2010 veröffentlichte er das Coveralbum „Going Back“, eigene Musik zuletzt mit „Testify“ 2002. Er würde sich gern komplett selbst aus dem Drehbuch streichen, sagte er kurz nach seinem 60. Geburtstag.

Und das angesichts dieser Bilanz: Mit Genesis und solo insgesamt deutlich mehr als 250 Millionen verkaufte Platten, viele Nummer-eins-Hits, sieben Grammys und ein Oscar für die Musik zum Disney-Film „Tarzan“. „In The Air Tonight“, „I can’t Dance“, „Another Day in Paradise“, „Invisible Touch“, „No Son Of Mine“ oder „A Groovy Kind of Love“ sind weltbekannte Ohrwürmer. Im Gegensatz zu seinem gigantischen Erfolg im Musikgeschäft stand ein chaotisches Privatleben. Drei Ehen brachten vier Kinder hervor, zerbrachen aber alle. 2008 zog seine dritte Frau mit den beiden kleinen Söhnen nach Miami, wo Collins heute auch lebt.

Was bewog ihn dazu, ein neues Album anzukündigen? Die beiden Söhne wollten sehen, was der Vater mache, sagte er dem „Rolling Stone“. Und: Seine Stimme sei nicht gebrochen, „das ist das Wichtigste“. Teresa Dapp