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Die Galeristin und Glaskünstlerin Iris Henkenhaf-Stark präsentiert mit Stephan Wolter dessen Bilder – und Arbeiten von Annakatrin Kraus (rechts) .  Recklies
Die Galeristin und Glaskünstlerin Iris Henkenhaf-Stark präsentiert mit Stephan Wolter dessen Bilder – und Arbeiten von Annakatrin Kraus (rechts) . Recklies
09.12.2015

Das Alte Ispringer Schulhaus dient wieder als Ausstellungsgebäude

Ispringen. Aktuelle Arbeiten der in Berlin lebenden Künstlerin Annakatrin Kraus sowie der beiden Pforzheimer Künstler Harald Kröner und Stephan Wolter sind noch bis zum 23. Dezember im Ispringer Galerie- und Werkhaus Henkenhaf-Stark zu sehen, dem imposanten ehemaligen Ispringer Schulhaus an der Hauptstraße.

Das vor einem Vierteljahrhundert von der Glaskünstlerin Iris Henkenhaf-Stark und ihrem Mann Jürgen Stark liebevoll saniert Gebäude diente bereits vor der Jahrtausendwende kurzfristig als Präsentationsplattform für Kunst.

Nach mehr als anderthalb Jahrzehnten sollen dort in mindestens zwei Ausstellungen pro Jahr künftig wieder Positionen zeitgenössischer Kunst zu finden sein.

Passt denn das zusammen?

Den Auftakt im dem zur Galerie mutierten Wohnhaus machen jetzt Kraus, Kröner und Wolter. „Ich habe mir genau diese drei Künstler für die erste Ausstellung gewünscht“, sagt Iris Henkenhaf-Stark, die mit den Werken, die die Künstler für die Schau zusammengefügt haben „sehr zufrieden“ ist.

Dabei dürfte zu Beginn durchaus die Frage im Raum gestanden haben, ob die konstruktivistischen Arbeiten Stephan Wolters mit den poetischen Zeichnungen Harald Kröners und den Objekten der im kalifornischen Sacramento geborenen Annakatrin Kraus dabei so miteinander präsentiert werden können, dass diese nicht nur als einzelne Positionen wahrzunehmen sind, sondern dass sie in einem Dialog zueinander treten.

Der Besucher der Ausstellung mit dem Titel „Rites of Passage“ merkt: So unterschiedlich die Arbeiten von Kröner, Kraus und Wolter auch sind, so hervorragend lassen sich in Einklang bringen.

Sind es im Eingangsbereich des Ende des 19. Jahrhunderts gebauten Gebäudes die keramischen Arbeiten „Brain Candy I und II“ sowie „Divergent Union“ von Kraus aus dem Jahr 2015, die wunderbar mit den von Stephan Wolter geschaffenen Acrylbildern auf Leinwand und Holz korrespondieren, so trifft der Besucher im ersten Geschoss des Galerie- und Werkhauses auf gelungene Präsentationen, bei denen mal das stille „morphem #12“ von Harald Kröner mit der Gruppe „Emotional Landscapes“ (Kraus) beeindrucken oder das mit Tusche, Lack und Sprühfarbe auf Papier gebannte „yappanoise #19“ mit sechs Zeichnungen Stephan Wolters aus der Serie „Studien zu Flächenverschiebung“ in einen Dialog miteinander treten.

Nicht minder spannend die dezenten Papierarbeiten von Wolter und Kröner im größten Ausstellungsraum, neben den eindrucksvollen Kraus-Skulpturen „Shell“, „The Journey“ und „Monkey First“, die in einem gelungenen Spannungsverhältnis mit der großformatigen Zeichnung „cut 16“ von Harald Kröner zu sehen sind.