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Pforzheimer Besucher am Stand von Alixe Ikehata aus Alzey. Foto: Frommer
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Frische Pop-Art: Ulrike Seitz aus Ispringen hat Clint Eastwood in seiner Rolle als Western-Held portraitiert. Foto: Frommer
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Sorgte am Beltona-Akkordeon für Musikgenuss: Peter Weiß aus Tübingen. Foto: Frommer
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Nani Wilms präsentiert beim KIP-Ostermarkt Schmuckunikate aus Gold, Silber und Edelsteinen. Foto: Frommer

„Das Gelbe vom Ei“: Kunsthandwerkermarkt lockt viele Besucher ins Kulturhaus Osterfeld

Pforzheim. Er ist ein vorösterlicher Publikumsmagnet: der Kunsthandwerkermarkt KIP im Kulturhaus Osterfeld. „Das Gelbe vom Ei“ erfreute sich am Wochenende regen Besucherzuspruchs. Auf vier Etagen präsentierten 75 Aussteller ihre Arbeiten – vom filigranen Schmuck über Glasarbeiten bis zu schweren Granit-Skulpturen.

Zu den diesjährigen Hinguckern zählten fraglos die tierisch-menschlichen Figuren von Eva Lübold aus Gottenheim. Ihre großäugigen Wesen faszinieren sowohl als einzelne Skulpturen wie auch als bunte Grüppchen, die die Künstlerin beispielsweise mit „Beziehungskisten“ umgibt. Ihre meist sehr ironischen Arbeiten verraten einen ausgesprochen vergnügten Blick auf Gefühle, die Menschen für Tiere, sowie Tiere für Menschen empfinden.

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Zauberhaftes zum Osterfest beim Kunsthandwerkermarkt im Kulturhaus Osterfeld

Hochwertige Schmuckunikate aus Silber und Gold, Ringe und Anhänger, besetzt mit Edelsteinen wie beispielsweise Aquamarin, Topas oder Turmalin sowie feingliedrige Steinketten zeigte Nani Wilms aus Kusterdingen-Wankheim bei Tübingen. Ebenfalls mit erlesenen Goldschmiedearbeiten vertreten war das Meister-Duo „Matador“ – Tanja Mertens und Mark Viete – aus Forchheim. Mark Viete bestätigte im Gespräch, dass sich auch eine weitere Anreise in die Goldstadt lohne: „Die Leute haben hier alle einen direkten Draht zu Schmuck. Sie schätzen aber durchaus ein ganz anderes, fremdes Design.“

Objekte von raumgreifender Größe präsentierte neben anderen der Bildhauermeister Konrad Schlipf aus Metzingen. Gerade seine beweglichen Arbeiten aus schwarzem Labrador, einem norwegischen Granit, stießen beim Publikum auf großes Interesse. Da steinerne Skulpturen so gut wie nie vom Fleck weg gekauft werden, bietet Schlipf die Auslieferung (innerhalb eines bestimmten Lieferradius) grundsätzlich mit an. Ebenfalls großformatige Arbeiten – Möbel aus massivem Holz – stellten Thomas Kellner und sein Urholz-Team aus Eppingen im Singsaal des Kulturhauses Osterfeld aus. Er unterstrich: „Wir sensibilisieren interessierte Standgäste auf alle Fälle für seltene heimische Holzarten wie Elsbeere, Speierling oder Ulmen. Unsere mit Naturharzöl konservierten Möbel sind sehr langlebig – und damit ein Gegengewicht zur Umweltzerstörung.“

Frisch und poppig sprangen die Gemälde von Ulrike Seitz ins Auge. Filigran, aber keineswegs weniger reizvoll präsentierte sich die in Silber gefasste dünnwandige Glaskunst von Christine Näser-Handwerk aus Ludwigsburg, die in fast allen Farben aus amerikanischem, thüringischem und tschechischem Glas gefertigt wird.

Wie in den Vorjahren ist auch die Aktion „Menschen in Not“ der „Pforzheimer Zeitung“ beim KIP-Kunstmarkt vertreten – mit dem schon fast zu einer Art Markenzeichen gewordenen Wunschbaum, dessen gelbe Kapseln mit kleinen Überraschungen gefüllt sind.