760_0900_79082_BEC_3460.jpg
Reges Interesse am Stand von Breit-Band der Designer Kathleen Taplick und Peter Krause. Im Hintergrund der Osterbaum des Gewinnspiels von „Menschen in Not“. 

„Das Gelbe vom Ei“ lockt Tausende Besucher ins Kulturhaus Osterfeld

Drangvolle Enge vor den Ständen, glückliche Gesichter bei Ausstellern und Besuchern: Ob Kind, Student oder Rentner – der Kunstmarkt „Das Gelbe vom Ei“ im Kulturhaus Osterfeld begeistert ein bunt gemischtes Publikum.

BEC_3470
Bildergalerie

Kunstmarkt "KIP" im Osterfeld

Man kann sich kaum vorstellen, dass die Veranstaltung der „Kunstinitiative Pforzheim“ (kip) 1996 mit nur zehn ausstellenden Kreativen im Foyer begann, wie Organisatorin Ute Middel sagte. Erst später habe die Veranstaltung immer mehr an Größe gewonnen. Hier das Wichtigste in Fragen und Antworten:

Wie viele Aussteller waren diesmal dabei?

75 – aus der Region, aber auch aus Bayern, dem Elsass und dem Norden. „Wir hatten schon mal 80, da war es aber doch sehr eng“, sagte Organisatorin Ute Middel.

Und wie viele Besucher sind gekommen?

Sehr viele. Middel schätzte die Zahl wie in den Vorjahren auf zwischen 3000 und 5000.

Was gab es zu sehen und zu kaufen?

Kunst, Kunsthandwerk und Design in allen Facetten. Textiles, darunter Filzschuhe und viel Kleidung, sowie Schmuck waren stark vertreten. Aber auch Accessoires, Glasschleifereien, Radierungen, Figuren, Gürtel, Metallobjekte und Duschseifen. Hasen und Eier gab es dagegen nur selten zu sehen. Es ist kein Ostermarkt, auch wenn ihn viele landläufig so nennen.

Gab es einen Trend zu beobachten?

Ja. Viele Objekte und Arbeiten aus Holz fielen ins Auge. „Keramik war früher angesagt, vor sechs bis acht Jahren war es Leder“, hat Ute Middel festgestellt.

Was sagten Aussteller, Veranstalter und Besucher?

Die waren offenkundig zufrieden. Das Angebot sei „sehr verlockend“, sagte Besucherin Bärbl Maushart. Dieses Jahr hatte sie sich vorgenommen, nichts zu kaufen – und wieder sei sie schwach geworden. Hausherrin Maria Ochs ging es ähnlich. Letztes Jahr eine große Perlenkette, dieses Jahr Stulpen. Sie lobt die hohe Qualität der Aussteller. Und die sehen das auch so: „Das Niveau stimmt“, fand Engelbert Leichauer aus dem elsässischen Ratzwiller. Der Markt sei für ihn der Einzige in der Osterzeit von dieser Qualität. Und auch wenn er 2017 mehr verkauft habe, problematisch sei das nicht. „Es ist wie bei der Partnersuche: Mal passt es, mal eben nicht.“ Spaß mache es trotzdem. Christian Popp, der im fränkischen Donnershof Gewürzmühlen aus Holz herstellt, beobachtete gar, dass das Publikum die Objekte mehr wertschätze als in seiner Heimat.

Wird der Markt fortgesetzt?

Ja. „Er ist mein Kind“, so Ute Middel. „Das Gelbe vom Ei“ mache ihr immer noch große Freude.