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Ob im Solo oder Ensemble: Das Gitarrenorchester unter der Leitung von  Dorothea Merkel zeigt, welche Klangraffinesse in der Gitarre steckt.  Recklies
Ob im Solo oder Ensemble: Das Gitarrenorchester unter der Leitung von Dorothea Merkel zeigt, welche Klangraffinesse in der Gitarre steckt. Recklies
13.07.2015

Das Gitarrenorchester präsentiert seine Preisträger

Die Zuhörerschar war ausgesprochen klein, das Kommen zum Preisträgerkonzert des Gitarrenorchester Pforzheim hat sich nach Einschätzung der Zuhörer aber „in jedem Fall gelohnt“, wie eine Besucherin am Ende des Programms betonte, bei dem alle Aufführenden mit viel Beifall belohnt wurden.

Die Zuhörerschar war ausgesprochen klein, das Kommen zum Preisträgerkonzert des Gitarrenorchester Pforzheim hat sich nach Einschätzung der Zuhörer aber „in jedem Fall gelohnt“, wie eine Besucherin am Ende des Programms betonte, bei dem alle Aufführenden mit viel Beifall belohnt wurden. Auch Niklas Horak, der zunächst ohne Noten einen Walzer in G-Dur von Augustin Barrios Mangoré spielte und etwa in der Mitte des Stücks zunächst abbrechen musste, da ihm das weitere Stück kurzfristig entfallen war. Dies aber war kein Beinbruch. Mit Unterstützung der dann doch noch herausgeholten Noten stellte Horak unter Beweis, dass er ein recht virtuoser Gitarrenspieler ist, der sich mit seinem musikalischen Feingefühl alles andere als verstecken muss.

So wie Silas Bischoff, der mit dem Stück „En los trigales“ („In den Weizenfeldern“) des spanischen Komponisten Joaquin Rodrigo deutlich machte, dass er beim jüngsten Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ im Hamburg zu Recht einen zweiten Bundespreis in der Altersklasse sechs gewonnen hat.

Silas Bischoff, der inzwischen Musik studiert, vermag die Saiten seiner Gitarre mit großem Ausdrucksvermögen anzuschlagen und zu zupfen.

Dass sich in den Reihen des Gitarrenorchesters nicht nur erfolgreiche Solisten finden, sondern auch das Gesamtensemble schon verdient Preise eingeheimst hat, darauf verwies Stephan Ludwig vor dem Auftritt des Orchesters unter der Leitung von Dorothee Merkel.

Erst spielte das Orchester die moderne Komposition „Here and now“ von Carlo Domeniconi, bevor es mit Werken von Alessandro Marcello, Filippo Gragnani und schließlich von Maximo Diego Pujol deutlich machte: Die Zusammenführung des qualitätvollen Spiels mehrerer Gitarristen gibt ein hörenswertes Ganzes.

Schade war nur, dass vier der sonst 15 jungen Orchestermusiker fehlten.