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„Mr. und Mrs. Andrews“ (1750) von Gainsborough – zu sehen in Hamburg. Foto: Leopold Museum/Artestar/Fondation Kokoschka
„Mr. und Mrs. Andrews“ (1750) von Gainsborough – zu sehen in Hamburg. Foto: Leopold Museum/Artestar/Fondation Kokoschka
„Selbstporträt mit Physalis“ (1912) des Wiener Expressionisten Egon Schiele. Foto: Leopold Museum/Artestar/Fondation Kokoschka
„Selbstporträt mit Physalis“ (1912) des Wiener Expressionisten Egon Schiele. Foto: Leopold Museum/Artestar/Fondation Kokoschka
„Das rote Ei“ (1940/41) von Oskar Kokoschka. Der Maler wird in Zürich gezeigt. Foto: Leopold Museum/Artestar/Fondation Kokoschka
„Das rote Ei“ (1940/41) von Oskar Kokoschka. Der Maler wird in Zürich gezeigt. Foto: Leopold Museum/Artestar/Fondation Kokoschka
„Dos Cabezas“ (1982) von Basquiat, dem die Schirn eine Ausstellung widmet. Foto: Leopold Museum/Artestar/Fondation Kokoschka
„Dos Cabezas“ (1982) von Basquiat, dem die Schirn eine Ausstellung widmet. Foto: Leopold Museum/Artestar/Fondation Kokoschka
12.01.2018

Das Jahr der großen Künstlernamen

Das Jahr 2018 steht im Zeichen einiger großer Gedenktage – vor allem in Wien. Wir zeigen die Ausstellungshöhepunkte von Klimt und Schiele bis Basquiat.

Wien: 1918 starben in Wien sowohl Gustav Klimt als auch Egon Schiele, Otto Wagner und Koloman Moser. Gleichzeitig zerfiel mit dem Ende des Ersten Weltkriegs die Habsburger Doppelmonarchie. Dieser Zeitenwende gedenken die Wiener Museen 100 Jahre später mit einer Ausstellungsserie. So zeigt das Belvedere von 23. März bis 26. August „Klimt ist nicht das Ende – Aufbruch in Mitteleuropa“ und dann vom 19. Oktober 2018 bis zum 17. Februar 2019 „Egon Schiele – Wege einer Sammlung“. Das Leopold Museum kombiniert vom 3. März bis zum 4. November Gemälde und Grafiken von Schiele mit dessen Gedichten sowie Dokumenten, Fotos und Gegenständen aus seinem Leben.

Zürich: Als Altkanzler Konrad Adenauer 1966 von dem Maler Oskar Kokoschka (1886–1980) porträtiert wurde, kam ihm ein Verdacht: „Der Mann kann nicht mehr richtig sehen!“, vertraute er seiner Sekretärin an. Deshalb könne er nichts dafür, dass das Bild so schlecht geworden sei. „Traurig, unendlich traurig!“ Heute gilt es als Meisterwerk und hängt hinter dem Schreibtisch von Angela Merkel im Kanzleramt. Noch viel mehr Kokoschkas vereint das Kunsthaus Zürich vom 14. Dezember 2018 bis zum 10. März 2019. Mit 150 Exponaten deckt die Schau alle Schaffensphasen ab.

München: Für Paul Klee war der Erste Weltkrieg ein Geschenk des Himmels – als Soldat erlebte er seit 1916 eine geradezu rauschhafte Produktivität und schuf Bilder von einer nicht gekannten Intensität. Die Phase nach dem Krieg ist der Schwerpunkt einer großen Ausstellung vom 1. März bis zum 10. Juni in der Pinakothek der Moderne in München.

Frankfurt: Es ist eine schier unglaubliche Geschichte: 1960 wird Jean-Michel Basquiat in einer New Yorker Migrantenfamilie geboren. Der hochintelligente Junge lernt mit vier Jahren lesen und schreiben, mit elf Jahren spricht er außer Englisch auch Spanisch und Französisch. Als Jugendlicher beginnt er zu malen, seine ersten Werke sind Graffiti auf New Yorker Hauswänden. Bald arbeitet er in einem atemberaubenden Tempo und mit wahnsinnigem Erfolg. 1982 ist er mit 21 Jahren bereits jüngster Teilnehmer der Kunstschau documenta in Kassel, arbeitet mit Joseph Beuys zusammen. Vom 16. Februar bis zum 27. Mai organisiert die Schirn Kunsthalle Frankfurt die erste große Übersichtsausstellung in Deutschland – ein Ereignis.

Der Name Peter Paul Rubens ist eine Marke: Er steht für monumentale Formate, Opulenz und wogende Leiber. In der großen Schau „Rubens – Kraft der Verwandlung“ stellt das Frankfurter Städel das Werk des gebürtigen Siegeners (1577–1640) anderen Meistern gegenüber. Am Mittwoch, 7. Februar, führt Claudia Baumbusch im PZ-Forum in Leben und Werk von Rubens ein. Am Samstag, 24. Februar, gibt es eine PZ-Kunstfahrt.

Hamburg: Das Doppelporträt „Mr. und Mrs. Andrews“ von Thomas Gainsborough (1727-1788) ist eines der rätselhaftesten Bilder der Kunstgeschichte. Denn auf dem Schoß von Mrs. Andrews prangt ein leerer Fleck. Sollte dort ihr später geborenes Baby eingefügt werden? Ihr Schoßhund? Niemand weiß es. Die Theorien dazu füllen Bände, denn Gainsborough ist einer der bekanntesten Maler der englischsprachigen Welt. Auch in Frankreich und Italien gab es große Ausstellungen zu ihm, nicht aber in Deutschland. Nun zeigt die Hamburger Kunsthalle vom 2. März bis zum 27. Mai eine Auswahl seiner bedeutendsten Arbeiten. Der Schwerpunkt liegt auf den Landschaftsbildern.