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Die Ballettschule von Sabine Roser (rechts) präsentiert sich am Samstag, 12. März, im Osterfeld. Darauf freuen sich die Mitarbeiter Bernd Kotz, Christine Samstag,  Katinka Rabenseifner und die neue Leiterin Maria Ochs (von links).  Ketterl
Die Ballettschule von Sabine Roser (rechts) präsentiert sich am Samstag, 12. März, im Osterfeld. Darauf freuen sich die Mitarbeiter Bernd Kotz, Christine Samstag, Katinka Rabenseifner und die neue Leiterin Maria Ochs (von links). Ketterl
13.01.2016

Das Kulturhaus Osterfeld startet in die neue Saison

Pforzheim. Seit gut einer Woche ist sie im Amt: Maria Ochs hat ihre neue Aufgabe, die Leitung des Kulturhauses Osterfeld, am 1. Januar angetreten – und sich mit der Vorstellung des neuen Programms auch direkt selbst vorgestellt. Auf die aktuellen Termine hat sie wenig Einfluss nehmen können.

Zu komplex ist das Programm eines so großen soziokulturellen Zentrums, zu viel Vorlauf ist nötig für die Planung der Veranstaltungen. Doch auch Ochs plant schon konkret – aber eben für das Jahr 2017. „Bei seriöser Planung ist ungefähr ein Jahr an Vorlauf nötig“, sagt sie. Nur auf einen Programmpunkt hat sie schon Einfluss nehmen können, hat von ihrer alten Wirkungsstätte aus – dem Theater „Alte Mühle“ im hessischen Bad Vilbel – schon für Pforzheim geplant.

Dort hat sie im November den Holocaust-Überlebenden Wolfgang Lauinger begrüßt, der als Jude und Homosexueller im „Dritten Reich“ aus Sicht der Nazis mit doppeltem Makel gebrandmarkt war. Nach der Haft tauchte er unter und fand Arbeit – ausgerechnet in Pforzheim. Jetzt, als 97-Jähriger, will er die Stadt noch einmal sehen. „Falls ich noch lebe“, hat er gegenüber Ochs gesagt. Sie hofft mit ihm und freut sich darauf, ihn am Sonntag, 13. März, um 17 Uhr im Osterfeld begrüßen zu dürfen. Das Programm des Kulturhauses hat aber auch sonst einiges zu bieten.

Los geht es am Freitag, 22. Januar, um 20.30 Uhr mit dem Straubenhardter Musiker Holger Engel, der mit seinem „Engelszungen“-Trio eine Gratwanderung zwischen Jazz und Pop unternehmen wird. Witzig wird es am Samstag, 6. Februar, um 20 Uhr. Dann wird sich der jüngst mit dem bayrischen Kabarettpreis ausgezeichnete Abdelkarim auf humoristische Weise mit den drängendsten Fragen der Integration beschäftigen und über sein wechselvolles Leben zwischen „Ghetto und Germanen“ berichten.

Zwischen Pop und Klassik

Die Qual der Wahl besteht am Freitag, 19. Februar. Denn wer sich an diesem Abend für die rustikalen Scherze des hessischen Comedy-Duos Mundstuhl entschieden hat, die ab 20 Uhr im Großen Saal zu sehen sind, muss auf die musikalische Entdeckungsreise des Hidebound Heyday Helmets Project im Studio verzichten. Dort nämlich gibt es ab 20. 30 Uhr mit der Kooperation des Pforzheimer Künstlers Bernd Erich Gall mit dem Karlsruher Thomas Hagel und dem Amerikaner Bryan Wolf eine musikalische Entdeckungsreise zwischen Gitarren-Pop und zeitgenössischer klassischer Musik zu hören. In eine ähnliche Richtung dringt das aktuelle Drums & Moore-Konzert, das am Samstag, 27. Februar, um 20.30 Uhr die echo-prämierten Trompetenklänge des Neuenbürger Musikers Sebastian Studnitzky mit den Rhythmen von Holger Mertin verbinden wird.

Mit einem Klassiker nähert sich die aktuelle Osterfeld-Saison im März ihrem Ende. Denn am vorletzten März-Wochenende ist die Kunst-Intitiave Pforzheim (KiP) mit ihrem KiP-Markt im Kulturhaus zu Gast. Dann können die Besucher am Samstag, 19. März, ab 14 Uhr und am Sonntag, 20. März, ab 11 Uhr die Produkte der Kunsthandwerker erstehen, die aus der Region stammen oder auf Einladung der KiP ihren Weg nach Pforzheim gefunden haben. Simon Püschel