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Dem Tode nahe ist Stefanie Smits als Mimì. Haymann
Künstlerkollegen: Rodolfo (Kwonsoo Jeon) und Marcello (Markus Vollberg).
16.09.2016

Das Theater Pforzheim startet mit „La Bohème“ in die Saison

Bei Puccinis „La Bohème“ kommt alles zusammen, was die Oper zu einer so faszinierenden Gattung macht: zu einer Gattung, die zu Tränen rühren kann – oder zu einer, die Begeisterung auslöst. So auch gestern bei der Spielzeiteröffnung des Theaters Pforzheim, bei der das dankbare Publikum die Leistung der Sänger lautstark feiert.

Bildergalerie: "La Bohème" am Theater Pforzheim

Warum wirkt gerade dieses Werk so direkt? Da ist die Musik des italienischen Komponisten Giacomo Puccini: voller Witz, Hintergrund, auch Tragik und Wehmut – und Schönheit.

Und da ist eine Geschichte, die in ihrer Einfachheit unmittelbar wirkt: Rodolfo (Kwonsoo Jeon), ein mittelloser Künstler im Paris der 1830er-Jahre, liebt Mimì (Stefanie Smits). Ihre Liebe ist nicht von Dauer – Mimì stirbt rührend vor seinem Angesicht. Es ist also viel Platz für dramaturgische Intensität. Die Berliner Regisseurin Anja Nicklich gestaltet das Werk als opulentes Kostümfest (Bühne: Dirk Steffen Göpfert/Kostüme: Antonia Mauter Markhof) zwischen Ausgelassenheit und Tragik und sorgt im Verbund mit den Solisten, dem Chor, Extrachor und Kinderchor des Theaters Pforzheim und der Badischen Philharmonie unter Generalmusikdirektor Markus Huber für einen ausgelassenen Opernabend, der nach dem Schlussakkord noch feuchtfröhlich in die Premierenfeier einmündet.

Und am Samstag geht es dann um 20 Uhr nahtlos mit den Aufführungen der Spielzeiteröffnung weiter. Unter der Regie von Caroline Stolz gibt es das Werk „Der stumme Diener“ des Literaturnobelpreisträgers Harold Pinter im Podium zu sehen.

Besprechungen der Premieren wird es in der Montagsausgabe der Pforzheimer Zeitung geben.