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22.07.2015

David Gabriel Fischer stellt im Foyer der Stadtbibliothek Pforzheim aus

Insgesamt 32 Fotografien zeigt David Gabriel Fischer gegenwärtig in der Pforzheimer Stadtbibliothek. Zu den – oft aus nächster Nähe aufgenommenen – Objekten des 30-jährigen Grafikdesigners aus Neuenbürg zählen: Raureif auf blattlosem Wald, Blütenstände, ein Schwan beim Wasserstart, farbschillernde Seifenblasen an der Nagold oder Reflexionen auf stehenden Gewässern.

Insgesamt 32 Fotografien zeigt David Gabriel Fischer gegenwärtig in der Pforzheimer Stadtbibliothek. Zu den – oft aus nächster Nähe aufgenommenen – Objekten des 30-jährigen Grafikdesigners aus Neuenbürg zählen: Raureif auf blattlosem Wald, Blütenstände, ein Schwan beim Wasserstart, farbschillernde Seifenblasen an der Nagold oder Reflexionen auf stehenden Gewässern.

„Ich halte nichts wirklich Spektakuläres fest“, sagt der praktizierende Zen-Buddhist: „Was mich interessiert sind die kleinen subtilen Dinge.“ Die sammelt er – täglich eine Aufnahme – in seinem Fototagebuch „The Zen Diary“, das er in dem elsässischen Kloster „Ryumon Ji“ bei Weiterswiller begonnen hat. Anderthalb Jahre ist er in dem Zen-Tempel geblieben, hat dort gearbeitet, meditiert und den buddhistischen Namen Ryu Gen erhalten. „Jeder kann in dieses Kloster kommen“, sagt Fischer, und schildert, wie dort vom ersten Tag an nach strikten Regeln gelebt und beispielsweise in Stille gegessen wird. Anfangs habe er dies als einschränkend empfunden, dann aber begriffen, dass man sehr viel über sich erfahren könne, wenn man sich an die vorgegebenen Strukturen halte. Fotografie wurde für Fischer so zu einer Form der Meditation. Und er zählt auf: „Es gibt starke Parallelen zwischen Fotografie und Meditation. Den Moment, die Konzentration, die Haltung des Körpers, den Rahmen und damit die Frage: Auf was will ich mich konzentrieren?“

Typisch für den Zen-Buddhismus, so sagt Fischer, sei es, achtsam zu sein und bewusst im Umgang mit der Umwelt. Vor der Zeit im Kloster war er zu Fuß in den Vogesen und im Schwarzwald ein Jahr unterwegs, hat auf Bauernhöfen oder als ehrenamtlicher Helfer im Naturfreundehaus auf dem Feldberg gearbeitet.

Ob er die an der Hochschule Pforzheim studierte Visuelle Kommunikation neben der Fotografie weiterhin verfolgt, wird die Zukunft weisen. „Man kann ja schauen, für was man sich engagiert“, sagt Fischer. Für ihn ist es von entscheidender Wichtigkeit, dass „authentisch und ehrlich kommuniziert“ wird. Die Meditation ist für den jungen Fotografen und Designer Rückzugsmöglichkeit und Auszeit, aber auch ein Quell, mit „starker Motivation zu arbeiten“.