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Adrien Ursulet und Ana dos Santos Brito da Torre tanzen in „Kuss“. haymann 

„Der Kuss“ feiert Premiere - Klimts goldene Bilderwelten in Tanz umgesetzt

Pforzheim. Die neue Choreografie von Pforzheims Ballettdirektor Guido Markowitz, die am Samstag im Stadttheater Premiere hat, bevölkern jede Menge allegorische Figuren aus den Bilderwelten des österreichischen Malers Gustav Klimt: Unter den Händen eines Fauns entsteht im ersten Teil eine mystische Schöpfungsgeschichte des „Kuss“-Gemäldes.

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Bildergalerie

Uraufführung/Premiere des Balletts „Der Kuss“ von Guido Markowitz

Dazu erklingt „Askewmire revisited op. 39“ von Nigel Treherne, uraufgeführt 2016 am Theater Pforzheim. Einen musikalischen Bezug zu Klimts Schaffenszeit stellt die Badische Philharmonie Pforzheim unter der Leitung ihres ersten Kapellmeisters Mino Marani mit der „Kammersymphonie“ (1916) von Franz Schreker her.

PZ
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Der Kuss feiert Premiere im Theater Pforzheim

Die in den Gemälden verborgen liegenden (Liebes-)Beziehungen thematisiert der zweite Teil des Abends. Zu den „Pocket Symphonies“ (2013) von Sven Helbig entstehen emotionale Szenen voller Freude, Leidenschaft und Schmerz. Zusätzliche optische Reize setzt „Xenorama“, das Kollektiv für audio-visual-art aus Berlin, mit Videoprojektionen.

„Der Kuss“ entwirft keine Biografie des Malers Gustav Klimt, sondern belebt dessen Motive zu einem opulenten und berührenden Erlebnis. „Klimts Bilder haben auf mich eine große Ausstrahlung, und ich würde sie als sinnliche Farbsinfonien in Gold bezeichnen“, sagt Markowitz. Aber was sie vor allem auch für den Tanz so interessant mache: „Sie erzählen faszinierende und mitunter rätselhafte Geschichten, die man aus unterschiedlichsten Perspektiven reflektieren und weiterdenken kann“, so Ballettdirektor über den Maler Klimt und seine Choreografie.

Nach dem Schauspiel „Das goldene Vlies“, den „Goldberg-Variationen“ und anderen Stücken ist „Der Kuss“ die nächste Produktion des Theaters anlässlich des bevorstehenden „Jubiläumsfestivals Goldstadt 250“ in Pforzheim.