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Der neue Hobbit: 24-Stunden-Tolkien-Marathon im Pforzheimer Kino © dpa
27.11.2014

Der neue Hobbit: 24-Stunden-Tolkien-Marathon im Pforzheimer Kino

Der Countdown läuft, und das seit Wochen. Denn schon im Oktober hat das Hobbit-Fanportal „Middle Earth News“ dazu aufgerufen, sich für insgesamt rund 15 Stunden in die Heimat von Hobbits, Elben und Orks zu begeben und sich die fünf „Herr der Ringe“- und „Hobbit“-Filme nochmals anzuschauen.

Bildergalerie: Teil 3 der Hobbit Trilogie erscheint bald in den Kinos

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Denn am nächsten Montag – 1. Dezember – ist es so weit: Mit „Die Schlacht der Fünf Heere“ feiert Teil drei der „Hobbit“-Trilogie Weltpremiere in London. Es ist das letzte der sechs Mittelerde-Epen des Regisseurs Peter Jackson. Deutscher Kinostart ist am 10. Dezember.

Auch in Pforzheim hinterlässt die Hobbitbegeisterung ihre Spuren: Am Mittwoch, 10. Dezember, geht es im Cineplex pünktlich um 00:01 Uhr mit dem aktuellen Hobbit-Film los. „Der Grund für diese Uhrzeit ist, dass uns der Filmverleih zwar eine Preview erlaubt, aber eben erst am Mittwoch selbst“, sagt der Juniorchef der Pforzheimer Kinobetriebe Nicolas Geiger.

Für eingefleischte Fans werden dann am Freitag, 12. Dezember, alle sechs Filme aus dem Herr-der-Ringe-Universum hintereinander gezeigt. Trotz der Dauer von fast 24 Stunden ist die Veranstaltung schon seit Wochen ausverkauft: „Vielleicht wiederholen wir das Event deswegen im Januar noch mal.“ Aber auch an konventionellen Vorstellungen der Fantasy-Filme herrscht in Pforzheim kein Mangel: „Wir werden den neuen Hobbit-Film in mindestens vier Kinos spielen. Damit stellen wir sicher, dass wir keinen Gast wieder wegschicken müssen.“ sap

Inhaber der PZ-Abo-Card erhalten 10 Prozent Rabatt auf die Nacht-Preview des aktuellen Hobbit-Films am 10. Dezember. Karten gibt es online unter www.cineplex.de/pforzheim oder an der Kasse im Cineplex Pforzheim, Zerrennerstraße 35.

Warten auf das erlösende Ende

Die unterschiedlichen Trailer schauen echte Fans der Mittelerde-Buchreihe von J.R.R. Tolkien natürlich ganz genau an. „Wir werden eine monumentale Fantasie in all ihrer Pracht sehen“, ist sich Shaun Gunner sicher, der Vorsitzende der britischen Tolkien-Gesellschaft. Die Vorschau konzentriere sich weniger auf die großen Schlachten als auf die inneren Konflikte der Hauptfiguren. „Es geht um Erlösung, um den Kampf des Guten gegen das Böse.“ Denn der Vorgänger-Film „Smaugs Einöde“ hatte kein erlösendes Ende: Zwar eroberten der Hobbit Bilbo Beutlin (Martin Freeman) und die Zwerge den Einsamen Berg zurück, aber der Drache Smaug (Benedict Cumberbatch) ist geweckt und macht sich auf Richtung Menschenstadt Esgaroth. In „Die Schlacht der Fünf Heere“ stehen nun Menschen, Elben und Zwerge vor der Wahl, sich zusammenzutun oder im Kampf unterzugehen.

Die bereits bekannten Bilder versprechen wieder spektakuläre Spezialeffekte und Heldentaten in bezaubernden Landschaften, aber auch ein wenig Herzschmerz, da die für den Film erfundene Liebesgeschichte zwischen Zwerg Kili und Elbin Tauriel weitergeht. Gerade von leidenschaftlichen Tolkien-Fans hagelte es nach jedem der inzwischen fünf Mittelerde-Filme Kritik, weil sie teilweise stark von den Buchvorlagen abweichen. Das gilt besonders für die „Hobbit“-Trilogie. Schließlich ist die Vorgeschichte des dreiteiligen „Herr der Ringe“-Epos eigentlich nur ein Büchlein von gut 300 Seiten, das aus kommerziellen Gründen über drei monumentale Kinofilme gestreckt wurde. Tolkien-Experte Gunner stört das allerdings ebenso wenig wie Millionen andere Kinobesucher weltweit. „Jackson liebt die Bücher, und das sieht man. Er hat etwas Schönes geschaffen.“

So sehr die verschiedenen Fanclubs und Experten-Gemeinschaften weltweit dem Finale auch entgegenfiebern, ganz ungetrübt ist die Freude nicht. Ob es nicht doch einen siebten Film geben könnte, ist ein Dauerthema in den einschlägigen Foren. Shaun Gunner ist sich aber jetzt schon sicher, was er am Ende der Trilogie fühlen wird: „Ich werde traurig sein.“