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Höhepunkt der aktuellen Saison: Unter der Leitung von Simon Rattle gibt es in diesem Monat Wagners Tristan in Baden-Baden zu sehen – hier mit Eva-Maria Westbroek und Stuart Skelton.  Rittershaus
Höhepunkt der aktuellen Saison: Unter der Leitung von Simon Rattle gibt es in diesem Monat Wagners Tristan in Baden-Baden zu sehen – hier mit Eva-Maria Westbroek und Stuart Skelton. Rittershaus
16.03.2016

Die Heimat der Stars: Das Festspielhaus Baden-Baden präsentiert das neue Programm

Stars von Anne-Sophie Mutter bis Cecilia Bartoli und eine Kinderoper: Das Festspielhaus Baden-Baden präsentiert in der Saison 2016/17 rund 100 Abende mit Oper, Ballett und Konzerten. Zum Auftakt am 30. September kommt der russische Pianist Daniil Trifonov. Den Abschluss bildet die Tschaikowsky-Oper „Eugen Onegin“ am 23. Juli 2017.

„Der Kern ist für mich die Ernsthaftigkeit und die Verweigerung aller Trends und Moden“, sagte Intendant Andreas Mölich-Zebhauser am Donnerstag in Baden-Baden über das Programm.

Mariinsky-Ballet im Winter

Die Opernsaison startet im November mit Cecilia Bartoli und der Salzburger Produktion „Norma“. Im Mittelpunkt der Osterfestspiele vom 7. bis zum 17. April 2017 steht die von Sir Simon Rattle dirigierte Puccini-Oper „Tosca“ mit Kristine Opolais in der Rolle der Tosca.

Aus St. Petersburg kommt wieder das Mariinsky-Ballett nach Baden-Baden. In seiner Weihnachtsresidenz stehen unter anderem „Giselle“ und „Schwanensee“ auf dem Programm. Außerdem wird das Hamburg Ballett John Neumeier unter anderem mit „Romeo und Julia“ zu sehen sein. Das Festspielhaus erweitere sein Kinder- und Jugendprogramm, kündigte Mölich-Zebhauser an. Erstmals werde eine Kinderoper in Eigenregie produziert. „Käpt’n Bone“ heißt das Stück mit Musik von Gioacchino Rossini. Dieser Programmbereich liege ihm besonders am Herzen, sagte der Intendant.

Das Festspielhaus zählt rund 180.000 Saisonbesucher bei einer Sitzplatzauslastung von etwa 85 Prozent. Mit der neuen Saison werde die Preispolitik geändert, sagte Mölich-Zebhauser. So werde in mehr Preiskategorien unterteilt, je nach Sichtverhältnissen, und die Einstiegspreise würden gesenkt. Das Festspielhaus wolle damit einem breiteren Publikum den Besuch erleichtern. Möglich sei das nur, weil private Spenden von mittlerweile fast zehn Millionen Euro pro Saison einen Teil des Etats abdeckten.