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Bereiten die neue Ausstellungsreihe vor: Almut Benkert, Tanja Solombrino, Angelika Müller-Tischer und Andrea Schumacher (von links) vor einem Werk von Angela Amon, die regelmäßig bei den vergangenen „Ortszeit“-Schauen vertreten war.
Bereiten die neue Ausstellungsreihe vor: Almut Benkert, Tanja Solombrino, Angelika Müller-Tischer und Andrea Schumacher (von links) vor einem Werk von Angela Amon, die regelmäßig bei den vergangenen „Ortszeit“-Schauen vertreten war.
15.01.2016

Die „Ortszeit“ startet im Kreativzentrum EMMA

Neuauflage eines bewährten Formats: Von 1993 bis 2011 lockte die Ausstellungsreihe „Ortszeit“ Tausende von Besuchern vor Hunderte von Bildern, Skulpturen, Fotografien und Grafiken lokaler Künstler. Vor fünf Jahren war Schluss: „Die Luft war ein bisschen raus“, sagt die neue Enzkreis-Kulturreferentin Andrea Schumacher. Doch jetzt soll die Ausstellungsreihe wieder starten: Ab sofort können sich Künstler um die Teilnahme an der „11. Ortszeit“ bewerben.

Eine Neuerung gibt es allerdings im bewährten Konzept: Zum ersten Mal wird die jurierte Schau unter ein Motto gestellt: „Spek-trum – Zeichnung“ laute die Aufgabestellung an die bildenden Künstler. „Wir sind schon sehr gespannt, in welch weitem Sinne diese Vorgabe interpretiert wird“, sagt Tanja Solombrino vom Pforzheimer Kulturrat, der für die Ausstellung verantwortlich zeichnet.

Wie eine solche Bandbreite aussehen kann, das lässt sich am Werk eines der neuen Juroren ablesen: Martin Bruno Schmid, Dozent an der Akademie in Stuttgart, ist bekannt für seine „Bohrstücke“ – zeichenhafte Objekte, die mittels Bohrer auf einer Platte oder in einer Wand entstehen. Auch Juror Sam Szembek, im Jahr 2008 Stipendiat der Stiftung Bartels Fondation in Basel, schafft mit seinen reduzierten Zeichnungen ein Klanguniversum der besonderen Art. Die Kunst von Peter Riek, dessen Raum-Zeichnungen im Frühjahr 2012 im Kunstverein Pforzheim zu sehen waren und der ebenfalls Stipendiat im „Kleinen Markgräfler Hof“ des Pforzheimer Mäzens Rainer Bartels war, steht für einen individuellen Umgang mit dem Medium Zeichnung. Vervollständigt wird die Jury durch die Kunsthistoriker Simone-Maria Dietz und Hendrik Bündge. Mit rund 130 Bewerbungen rechnet Andrea Schumacher, wobei jeder Künstler maximal vier Arbeiten einreichen darf.

Preisvergabe am 18. September

Die Jurierung ist am 9. Mai geplant. Danach stehen die 30 bis 35 Künstler fest, mit denen die „11. Ortszeit“ auf Reisen geht. Denn wie in den Vorjahren wird die Kunst wieder durch die Kulturregion Nordschwarzwald touren. Start ist am 18. September im EMMA-Kreativzentrum in Pforzheim. Dort wird auch der mit 3000 Euro dotierte „Ortszeit“-Preis verliehen. Danach zieht die Verkaufsausstellung vom 9. November bis 5. Januar 2017 ins Landratsamt Calw, gefolgt vom Landratsamt Freudenstadt (12. Januar bis 12. Februar 2017). Den Abschluss findet die Ausstellung von 19. Februar bis 19. März 2017 auf Schloss Neuenbürg. Mir der „12. Ortszeit“ soll die Reihe im Jahr 2018 fortgesetzt werden.