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Lesung und Musik: Andreas Waidler (links), Kirchenmusikdirektorin Heike Hastedt und Organist Gunter Kennel. Foto: Frommer
Lesung und Musik: Andreas Waidler (links), Kirchenmusikdirektorin Heike Hastedt und Organist Gunter Kennel. Foto: Frommer
03.12.2018

Die Reihe „Atempause im Advent“ in der Stadtkirche ist gestartet

Pforzheim. Willkommene Momente zum Innehalten: Mit der Veranstaltungsreihe „Atempause im Advent“ bietet Pforzheims evangelische Stadtkirche einen Kontrapunkt im alljährlichen Vorweihnachtsrummel.

Den Auftakt – mit Orgelmusik sowie von Gunter Kennel und Andreas Waidler gelesenen Texten – wollten sich am Freitag mehr als 50 Kirchenbesucher nicht entgehen lassen.

Gedanken zum Kirchenjahresende bestimmten die beiden Lesungen von Lehrvikar Waidler. Zunächst zitierte er aus dem Werk des lutherischen Pfarrers Philipp Nicolai (1556–1608), das in einer Zeit entstand, als nicht nur die Pest in seiner Gemeinde Unna wütete, sondern sich Katholiken und Protestanten bekämpften, Lutheraner und Calvinisten „sich auf abfälligste Weise“ beschimpften. Seine zweite Lesung widmet er den Gedanken über die Endlichkeit, die auf den norddeutschen Theologe Henning Luther (1947– 1996) zurückgehen.

An der Orgel umrahmte der eigens aus Berlin-Mitte angereiste Kirchenmusiker Gunter Kennel die beiden Gedankenstränge mit Werken von Luigi Cherubini (Sonata F-Dur), Sigfrid Karg-Elert und Max Reger („Wachet auf, ruft uns die Stimme“). Mit eigenen Choralpräludien, wie „Nun jauchzet all, ihr Frommen“, leitete Kennel (Jahrgang 1961) zur zweiten Lesung über. Mit Johann Sebastian Bachs „Fuga spora Magnificat“, (BWV 733) und mit drei Auszügen aus „La nativité du Seigneur“ von Oliver Messiaen (1908–1992) ließ er die erste „Atempause im Advent“ ausklingen.

Kirchenmusikdirektorin Heike Hastedt erinnerte im Gespräch mit der PZ daran, dass weiterhin Pfeifen- und Registerpaten für die nach 50 Jahren notwendige und für 2021 vorgesehene Renovierung der Steinmeyer-Orgel gesucht werden. „Die Orgel wurde 1968 unter großem Zeitdruck eingebaut. Inzwischen ist vor allem die Elektrik anfällig geworden.“