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Zusammen mit dem Pforzheimer Siebdruckmeister Markus Spang hat Dean Glandon (rechts) den Katalog liebevoll gestaltet.  Jütten
Zusammen mit dem Pforzheimer Siebdruckmeister Markus Spang hat Dean Glandon (rechts) den Katalog liebevoll gestaltet. Jütten
11.12.2015

Die Zerbrechlichkeit des Papiers – Dean Glandon stellt seinen neuen Katalog vor

Pforzheim. Es ist die Essenz seines Schaffens. Zwischen zwei Kartondeckeln steckt ein ganzes künstlerisches Leben – oder zumindest die vergangenen 25 Jahre davon. Denn am Sonntag präsentiert der amerikanische Künstler Dean Glandon, der auf dem Katharinentaler Hofgut lebt und arbeitet, eine papierene Retrospektive seines Werks.

Unter dem Titel „The body speaks in sighs and jubilation“ (Der Körper spricht mit Seufzern und mit Jubel) erscheint ein Katalog, der einen Rückblick auf das reiche Schaffen eines ungewöhnlichen Künstlers gibt. 1952 in amerikanischen Seattle geboren und nach einem Kunststudium an der dortigen Universität, zieht es Glandon schon in den 1970er-Jahren nach Deutschlands. Seit 1992 lebt und arbeitet er hier. Und was seitdem passiert ist, zeigt der Katalog, der im Nachgang zur großen Ausstellung „Arbeiten 1999–2014“ der Baugenossenschaft Arlinger entstanden ist. Was sich hier auf Papier zeigt, ist vom Papier her gedacht – ist es doch das von Glandon seit über 20 Jahren favorisierte Material. „Paper is like skin. I love its fragility“ (Papier ist wie Haut. Ich liebe seine Zerbrechlichkeit) sagt er. Gibt es weitere Konstanten in seinem Werk? Ja, es ist die absolute künstlerische Freiheit. „Denn Glandon wehrt sich gegen alle Normen und gesellschaftlichen Konventionen“, heißt es in einführenden Beitrag der Kunsthistorikerin Krisztina Jütten. „Was zählt, ist die künstlerische Freiheit allein, und die hat oberste Priorität.“ Zu welchen Ergebnissen das führt, können die Zuschauer am Sonntag ab 15 Uhr erleben, wenn Glandon zusammen mit Jütten sein Buch in den Räumen der Baugenossenschaft Arlinger, Hohlohstraße 6, vorstellt.