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Das Werk „Beautiful, hallo, spa ...“ von Damien Hirst. Foto: Whitby
Das Werk „Beautiful, hallo, spa ...“ von Damien Hirst. Foto: Whitby
09.11.2016

Ein Kunstschatz, der inspiriert: Bowie-Auktion startet

London. Es dürfte eine der spektakulärsten Kunstauktionen dieses Jahres sein – wegen der in London angebotenen Schätze, vor allem aber wegen deren Herkunft. „Bowie/Collector“ präsentiert den im Januar gestorbenen Pop-Weltstar als ebenso leidenschaftlichen wie kundigen Sammler.

Gemälde von Frank Auerbach und Jean-Michel Basquiat sind Prunkstücke aus Bowies großer Kunstsammlung, die morgen und übermorgen vom Londoner Auktionshaus Sotheby’s versteigert wird. Zehn Monate nach dem Krebstod des Sängers und Sound-Erfinders mit 69 Jahren stehen gut 350 Werke im Schätzwert von rund 15 Millionen Euro zur Auswahl. Allein in London nahmen innerhalb einer Woche mehr als 24 000 Menschen an Vorbesichtigungen teil. Auch in Los Angeles, New York und Hongkong zog die Schau Massen an.

Zu ersteigern gibt es nun Basquiats Meisterwerk „Air Power“ für mindestens drei Millionen Euro als teuerstes Angebot, aber auch Kunstobjekte für drei- oder vierstellige Beträge. Vermutlich werden nicht nur betuchte Sammler, Museen und Galerien mitbieten, sondern viele immer noch trauernde Bowie-Fans – auf der Suche nach Kunst, die einst bei ihrem Idol an der Wand hing oder ihn zumindest zeitweise inspirierte. Britische Kunst von Auerbach, Henry Moore und Damien Hirst bildet einen Schwerpunkt der von Bowies Nachlassverwaltern in Auftrag gegebenen Auktion, deren Erlös seiner Familie um Witwe Iman und zwei Kinder zugutekommen soll.