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Autor Jean-Yves Ferri kündigt das neue Heft an. Foto: Glaubitz
Autor Jean-Yves Ferri kündigt das neue Heft an. Foto: Glaubitz
11.04.2019

Ein Mädchen sorgt für Unruhe - neuer Asterix-Band erscheint noch dieses Jahr

Paris. Im nächsten Comic-Abenteuer von Asterix und Obelix wird es Wirbel um ein Mädchen mit einem prominenten Vater geben. „Die Helden werden immer noch Asterix und Obelix sein, aber die Geschichte beginnt mit dem Auftauchen eines jungen Mädchens“, sagte der Autor Jean-Yves Ferri gestern bei der Vorstellung des neuen Heftes, das am 24. Oktober erscheinen soll. Diesmal herrsche eine ganz andere Stimmung vor, ergänzte der Zeichner Didier Conrad, der live zugeschaltet wurde.

Historischer Häuptling

Der Titel des Albums lautet „Die Tochter des Vercingetorix“. Er habe schon immer etwas mit dem Gallierfürsten machen wollen. Da Vercingetorix aber eine historisch verbürgte Figur sei, habe er eine Tochter erfunden, erläuterte Ferri. Man wisse nur wenig über den legendären Arverner-Häuptling. Er sei früh gestorben, deshalb gehe man davon aus, dass er in Wirklichkeit keine Tochter gehabt habe, sagte Ferri.

Der legendäre Arverner-Häuptling hatte rund um das Jahr 50 vor Christi den letzten großen Aufstand der Gallier gegen die Legionen Roms angeführt. Bei der Schlacht von Alesia in Burgund hatte er sich dem Feldherrn und Staatsmann Julius Caesar geschlagen geben müssen. Die Niederlage ist schon in mehreren Asterix-Abenteuern aufgegriffen worden. „Man habe versucht, die Geschichte einer Teenagermädchens zu erzählen, das in einem Dorf auftaucht, das vor allem aus Machos besteht“, erzählte Ferri. Da er und sein Kollege beide Väter von Töchtern seien, habe man sich vieles gut vorstellen können.

Mit dem neuen Album wird gleich doppelt gefeiert: der 60. Geburtstag des Erscheinens des ersten Albums in Frankreich im Oktober 1959 und der 30. Geburtstag des Asterix-Freizeitparks bei Paris. In Deutschland erschienen die Geschichten der beiden Helden erstmals 1968.

Das Duo Ferri und Conrad hat 2011 die Nachfolge von Albert Uderzo angetreten. Er hatte Asterix und Obelix 1959 gemeinsam mit Autor René Goscinny geschaffen. Nach dessen überraschendem Tod 1977 machte Uderzo zunächst allein weiter.