nach oben
Die Geschichte begleitet der Erzähler (Thomas Peters). Foto: Haymann
Die Geschichte begleitet der Erzähler (Thomas Peters). Foto: Haymann
09.12.2016

„Eine Nacht in Venedig“: Turbulenter Mummenschanz im Dreivierteltakt

Pforzheim. In der Operette „Eine Nacht in Venedig“ dreht sich alles um die amourösen Verwirrungen und Verstrickungen, die sich im Laufe einer rauschhaften Faschingsnacht entspinnen können. Das Werk hat am Samstagabend, 19.30 Uhr, Premiere am Theater Pforzheim.

Die Fischerin Anina (Franziska Tiedtke) ist glücklich liiert mit Caramello (Johannes Strauß), dem Diener des Herzogs. Ihre Freundin Barbara (Larissa Angelini) möchte sich im Karneval von Venedig jenseits des ehelichen Alltags ein bisschen amüsieren. Leider ist ihr Gatte äußerst misstrauisch und möchte seine Frau über die Karnevalstage aus der Stadt schaffen. Also heuert er einen Gondoliere an, der sie sicher in das Kloster auf Burano bringen soll. Damit Barbara auch die richtige Gondel besteigt, dient die Melodie „Komm in die Gondel“ als Erkennungszeichen. Doch haben die Damen diesen Plan durchschaut. Sie tauschen die Kleider und maskieren sich sicherheitshalber, damit Annina ohne Verdacht zu erregen an Barbaras Stelle besagte Gondel gen Burano besteigen kann.

„Eine Nacht in Venedig“ wurde 1883 in Berlin uraufgeführt und geriet zum Desaster. Die kühlen Preußen konnten sich für eine derart frivole Operette nicht so recht erwärmen. Wenige Monate später wurde das Werk zum ersten Mal in Wien gegeben und Text sowie Musik einer gründlichen Revision unterzogen. Seither zählt dieses Werk zu den beliebtesten Stücken der Gattung Operette, in der sich italienisches Flair und Wiener Walzerseligkeit ergänzen. Ihre Melodien wie das berühmte „Gondellied“ oder der schwungvolle „Lagunenwalzer“ wurden zu Evergreens und verzaubern bis heute ihr Publikum.

Karten sind erhältlich ab 16,80 – ermäßigt 8,40 – Euro an der Theaterkasse am Waisenhausplatz, telefonisch unter (07231) 39 24 40 und im Internet auf www.theater-pforzheim.de