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Ein gigantisches Erlebnis verspricht die Trommel- und Feuershow „Silence!“ von Les Commandos Percu aus Frankreich. Leise wird das aber nicht.  Foto: Balege 

Eines der größten in Deutschland: Straßentheaterfestival in Pforzheim findet wieder statt

Pforzheim. Vier Jahre ist es her, als das Straßentheaterfestival des Kulturhauses Osterfeld die Pforzheimer Innenstadt auf seine ganz eigene Weise zum Leben erweckt hat. Zuletzt machte Corona der eigentlich alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung einen Strich durch die Rechnung.

Nun ist es endlich soweit: Vom 28. bis 30. Juli eröffnen Künstler und Artisten dem Publikum wieder ganz neue Blickwinkel und Sichtweisen auf ihre Stadt, sagt Melanie Denner. Die Vorsitzende des Osterfeld-Vereins verspricht „Straßenkunst in seinen verschiedensten Facetten – zusammen lachen, singen, zuhören, fröhlich sein, schmunzeln und staunen“. Präsentiert wird das Spektakel, das zu den größten seiner Art in Deutschland zählt, von der „Pforzheimer Zeitung“.

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Lucy Lou präsentiert ein Waschlappentheater voll norddeutschem Charme, inklusive Meeresromantik, Krakentanz und Tintenfischballett. Foto Schmidt

100 ehrenamtliche Helfer, Ordner und Statisten benötigt das Kulturhaus Osterfeld, um das 21. Straßentheaterfestival von 28. bis 30. Juli umzusetzen. Wer schon immer einmal hinter die Kulissen einer solchen Großveranstaltung schauen wollte, kann sich melden, am besten mit einer E-Mail an info@kulturhaus-osterfeld.de.

18 Künstlergruppen aus ganz Europa wollen dies beim 21. Straßentheaterfestival umsetzen. Die meisten hat das achtköpfige Planungsteam aus dem – abgesagten – Jahr 2020 mitgenommen, schildert Osterfeld-Leiter Bart Dewijze. Dank vieler Sponsoren, dem Förderverein, Stiftungen und „einer kleinen Förderung der Stadt“ könne die Finanzierung gestemmt werden, so dass 80 Prozent der Auftritte kostenlos seien.

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Eine sieben Meter hohe, in alle Richtungen bewegliche Metallkugel nutzt das beliebte „Theater Titanick“ zu einer beeindruckenden Performance. Foto: Matthes

„Das Festival wollen wir für alle Einwohner anbieten, es soll niedrigschwellig sein“, sagt Dewijze.

Viele Programme beeindrucken mit poetischen Bildern, nonverbaler Kommunikation und Interaktion. Weshalb man der deutschen Sprache nicht unbedingt mächtig sein müsse. Das Festival solle eben nicht nur durch die Auswahl der Künstler eine Internationalität widerspiegeln. Und das Osterfeld wolle es auch überregional bekannt machen, mit Plakaten im Umkreis von Karlsruhe bis Sindelfingen.

Los geht es am Donnerstag, 28. Juli, 19.30 Uhr, im Stadtgarten. Höhepunkt des Abends wird die Trommel- und Feuershow „Silence!“: ein knallig buntes, perkussives Feuerwerk – aber alles andere als still. Am Freitag, 29. Juli, lädt das Osterfeld ab 19 Uhr in seinen Innenhof. Neben „Silence!“ sind hier Stefan Sing und Cristiana Casadio mit einer poetischen Tanz-Jonglage zwischen Zirkus und Theater sowie 2Gold mit Flugrost zu erleben – Titel des Programms: „Alle wollen alt werden, aber keiner will es sein“.

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Poetische Tanz-Jonglage mit Stefan Sing und Cristiana Casadio. Foto: Phillipson

Am Samstag, 30. Juli, bevölkern zwölf internationale Musiker und Artisten ab 13 Uhr die Innenstadt. Abends gibt es wieder Veranstaltungen im Innenhof. Zum Finale kehrt dann das in Pforzheim bereits bestens bekannte Theater Titanick mit der neuen 360-Grad-Performance „Upside Down“ zurück. Alle Sinne will auch die Compagnie des Quidams aus Frankreich ansprechen. Mit luftgefüllten Pferden entführt sie in eine Traumwelt.

Weitere Infos im Internet auf www.pforzheimer-festival.de

Michael Müller

Michael Müller

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