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21.09.2016

Erster Roman des Pforzheimer Stadtrats Wolfgang Schulz: Wenn tiefe Wunden heilen

Der Pforzheimer Politiker Wolfgang Schulz hat seinen ersten Roman veröffentlicht. Das „asoziale“ Elternhaus, Missbrauchserfahrungen und eine große Liebe spielen in dem Buch eine Rolle.

Wenn der Pforzheimer Stadtrat Wolfgang Schulz (WiP) über seinen ersten veröffentlichten Roman spricht, geht ihm jeder Satz nahe. Das ist allzu verständlich. Denn die „Die Entdeckung des Friedens“ dreht sich um Allerpersönlichstes: Schulz’ schwierige Kindheit in einem – das sagt er selbst – „asozialen“ Elternhaus, die Zeit im Heim, die dortigen Missbrauchserfahrungen und sein Leben, das er lange Zeit als gebrochene Person erlebt. Warum? In Schulz’ Kindheit vergewaltigt der spätere Stiefvater die Mutter, die Familie flieht nach Stuttgart, später nach Ludwigsburg. „Innerhalb von zwei Jahren habe ich drei Mal die Schule gewechselt“, schildert Schulz. „Ich war völlig entwurzelt.“ Dann der nächste Tiefpunkt. Im mittlerweile berüchtigten Heim der Brüdergemeinde Korntal wird Schulz missbraucht. „Ich bin durch die Hölle gegangen“, sagt er. Sein Roman ist auch der Versuch, das Leid zu verarbeiten – in Beschreibungen, die nahegehen und erschüttern. Aber es ist Heilung in Sicht: Jahrzehnte später lernt er im „Ratskeller“ eine Frau kennen, die seine große Liebe wird – und die er 2010 an den Krebs verliert. „Die Entdeckung des Friedens“ ist die Geschichte dieses für Schulz so prägenden Jahrzehnts.

Nicht jedes Detail – und davon gibt es viele – der Seelenerkundungen entspreche der Realität. „Der Roman ist zu großen Teilen autobiografisch“, sagt Schulz. „Aber eben nicht in jedem Detail“

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