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Freuen sich auf den Tag der offenen Tür: Maria Ochs (links) vom Kulturhaus und Doris Müller-Espe vom Kinderschutzbund Pforzheim.  Ketterl
Freuen sich auf den Tag der offenen Tür: Maria Ochs (links) vom Kulturhaus und Doris Müller-Espe vom Kinderschutzbund Pforzheim. Ketterl
14.09.2016

Erstmals Tag der offenen Tür im Kulturhaus Osterfeld

Es ist unmöglich, vom einen auf den anderen Tag die Welt zu verändern. Selbst bei einer vergleichsweise überschaubaren Institution wie dem Kulturhaus Osterfeld gilt: Änderungen kommen langsam.

Seit Januar dieses Jahres leitet Maria Ochs das Osterfeld als Nachfolgerin von Gerhard Baral – aber in die Planung des aktuellen Programms konnte sie noch kaum eingreifen. Ein völlig normaler Vorgang sei das. Denn die Konzeption der Veranstaltungen braucht massiven Vorlauf.

Eine Premiere

„Auch im Jahr 2017 wird es noch Vorstellungen geben, die von Gerhard Baral geplant wurden“, sagt Ochs. Einen merklichen Bruch habe sie ja auch gar nicht gewollt, sagt die Kulturhaus-Chefin. „Nur ein paar neue Impulse.“ Einer dieser neuen Impulse ist eine Premiere für das Kulturhaus: Zusammen mit dem Kinderschutzbund gibt es am Sonntag, 25. September, von 14 bis 18 Uhr, erstmals einen Tag der offenen Tür im Osterfeld. Und das speziell für Familien. Warum gerade jetzt im September? „Am 20. ist der Weltkindertag“, sagt Doris Möller-Espe vom Kinderschutzbund. Der veranstaltet nämlich am Wochenende danach schon seit Jahren sein traditionelles Kinder- und Familienfest von 12 bis 16 Uhr in der Tunnelstraße. Beide Institutionen hoffen auf Synergieeffekte – und feiern ein Fest an zwei verschiedenen Orten.

„Wir wollen das Osterfeld auch Familien zeigen, die sich sonst vielleicht nicht trauen würden“, sagt Ochs. Zwischen dem Kulturhaus und der Tunnelstraße werden Luftballons aufgehängt sein, bunte Fußabdrücke auf dem Boden zeigen den Weg. „Und wer an beide Orte geht, bekommt jeweils einen Stempel und später ein kleines Geschenk“, sagt Ochs.

Und so gibt es im Osterfeld ein vielfältiges Programm für die Familien zu erleben: Führungen durch das Haus zum Beispiel oder Einblicke in die Probenarbeiten, Flamenco-Kurse, Mitmachmärchen und kleine Theaterstücke. So ganz ohne Gestaltungsmöglichkeit ist Ochs nämlich nicht. Jetzt, wo sie sich nach eigener Aussage in Pforzheim eingelebt hat. „Ich kann nicht mehr nur reagieren“, sagt sie, „sondern beginne jetzt wirklich, auch selbst zu agieren.“ Und das muss sie. Denn auch auf das Kulturhaus Osterfeld kommen große Herausforderungen zu im Zuge des Sparprogramms der Stadt Pforzheim – bloß noch nicht so bald.

„Noch haben wir Schonfrist“, sagt Ochs. Denn der Betriebskostenzuschuss, den die Stadt Pforzheim dem Kulturhaus gewährt, ist vertraglich noch bis zum Jahr 2019 festgesetzt. Danach wird er sinken. „Wir denken gerade intensiv nach, wie wir das auffangen können“, sagt die Kulturhaus-Chefin, „und sind schon dabei, in der Sache Gespräche zu führen.“ Denn ohne Zuschüsse kann so eine Institution wie das Kulturhaus Osterfeld nicht überleben.