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26.11.2015

Folk-Duo Songbird gastiert beim Folk-Club Prisma im Gasometer Pforzheim

Jede Menge Gitarren, dazu Mandola und neuerdings Banjo: Das erst vor fünf Jahren entstandene Folk-Duo Songbird – Kathrin Razum und Heinz Fink – setzt bei allen Konzerten eine breit gefächerte Auswahl ganz unterschiedlicher Saiteninstrumente ein. „Um etwas mehr Farbe in die Stücke zu bringen“, verrät Heinz Fink.

Was sich beim jüngsten Prisma-Gastspiel aber besonders nachhaltig ins Gedächtnis der Zuhörer brennt, ist der zweistimmige Gesang, der auf zwei grundverschiedenen Stimmen fußt, die beide – auch unisono – in ihrer Authentizität überaus präsent bleiben, aber gerade zusammen verblüffend gut harmonieren und klingen. Ihr Repertoire oszilliert zwischen Bluegrass, Folk und Musik der nordamerikanischen Singer/Songwriter-Szene.

Raritäten im Gepäck

„Helplessly Hoping“ und „Wasted On The Way“ sind die mit einigem Abstand bekanntesten Cover-Songs beim Songbird-Auftritt in Pforzheim und stammen von der frühen Supergroup Crosby, Stills & Nash.

Aber Razum und Fink haben auch ausgesprochene Raritäten im Tourneegepäck: John Gorkas melodiös-melancholischer Song „Love Is The Cross We Bear“ ist eine davon, Dottie Rambos „It’s Me Again, Lord“ eine weitere. Allerdings räumt Heinz Fink ein, habe das Duo diesen Titel zunächst in der zeitgemäß schlanken Version von Pharis und Jason Romero für sich entdeckt.

„Das süßliche Original mit Hawaii-Gitarren-Gejammer hätten wir sicher nicht in unser Repertoire aufgenommen“, versichern die Kornwestheimer.

Ein Novum im Vergleich zum drei Jahre zurückliegenden Auftritt in der Goldstadt ist Kathrin Razums fingerfertiges Banjo-Spiel, das beim Titel „I’ ve Endured“ der Kentucky-Songwriterin Ola Belle Reed – der ersten von mehreren Zugaben – besonders eindrucksvoll zur Geltung kommt. Heinz Fink wechselt, je nach Song, zwischen Baritongitarre und Mandola. Der helle Klang der Tenor-Mandoline setzt sowohl bei Tim O’ Brians „Memories And Moments“ als auch bei Natalie Merchants getragenem Meisterwerk „Motherland“ zusätzliche Akzente.

Wie gekonnt Razum und Fink diesen zeitlos schönen Pop-Song – mit immer leiser werdendem Mandoline- und Gitarrespiel – ausklingen lassen, zählt fraglos zu den herausragenden Momenten dieses Konzerts im Gasometer Pforzheim und wird vom Publikum mit entsprechend kräftigem Applaus belohnt.