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Schlüsselübergabe: Baureferent Marc-Tell Feltl (links) mit Andreas Sarow vor der ehemaligen Waschanlage, die nun zum Atelier wird.  Foto: Röhr 

Für Magenta-Häuser: Sarow mietet alte Waschhalle in Pforzheim als Atelier

Pforzheim. Die Stadt Pforzheim hat die ehemalige Waschhalle in der Kleiststraße/Oststadt an den Architektur-Künstler Andreas Sarow (Die Schwarze Villa, Das bedrohte Haus, Factory) zur Nutzung als Atelier übergeben. Zunächst befristet bis Ende 2025. „Für mich ist die Oststadt einer der spannendsten Orte mit viel Entwicklungspotenzial. Insbesondere für Kunst und Kultur. Dieser unfertige und morbide Charme mit den alten Industrieanlagen reizt mich, gerade hier meine Vorstellung von einem Atelier zu realisieren“, schwärmt Sarow.

Seine Groß-Skulpturen, so der Pforzheimer, entstünden ja vor Ort „bei der Metamorphose von bestehenden Immobilien, die sich dann nach kurzem Aufleuchten durch Abriss oder Renovierung wieder auflösen. Bei allen Objekten bleiben Fragmente meiner Kunst erhalten, die nun im Atelier konserviert, aber auch für neue Projekte weiterentwickelt oder recycelt werden können“.

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Kunstinstallation des Pforzheimers Andreas Sarow öffnet Starnberger Seeblick

Die zwölf Magenta-Häuser aus dem Werk „Factory“ an der Unteren Wilferdinger Straße von 2018, die auf der Wilferdinger Höhe lagern, werden für neue Ausstellungen restauriert. Sollte das geplante Projekt von einem Gros, also zwölf Dutzend Magenta-Häuser, realisiert werden, könnte hier die Vorbereitung der Standardisierung stattfinden, schildert Sarow. Der lange und kubische Baukörper entspreche genau seiner Vorstellung, eines Solitärs auf einem großen befahrbaren Grundstück.

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Wie auf einem erhöhten Plateau soll sich das Atelier dem Auto- und Publikumsverkehr präsentieren. Auch als eine Art Tor zum Alten Schlachthof. Die Halle selbst soll nicht zu einer temporären Intervention werden, sondern ein schlichter Zweckbau bleiben, „der jedoch zweifellos als mein Atelier zu erkennen sein wird“, meint der 47-Jährige.